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Und noch mal: Nein danke!

Bezirkstag Niederbayern soll Resolution gegen Atomkraft-Verlängerung beschließen

Und noch mal: Nein danke!

Passau/Landshut. Der Bezirkstag von Niederbayern soll sich gegen die von Ministerpräsident Söder vorgeschlagene verlängerte Laufzeit für das Atomkraftwerk Isar 2 bei Landshut aussprechen. Eine entsprechende Resolution des Bezirks an die Bundes- und Landesregierung hat ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold bei Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich beantragt. Schon vor rund 10 Jahren hat der Bezirkstag unter Heinrichs Amtsvorgänger Manfred Hölzlein nach der Atomkatastrophe von Fukushima eine ähnliche Resolution verabschiedet.

Die Atomkatastrophe vor mehr als 10 Jahren hat „eine Neubewertung der Risiken erfordert, die mit dem Betrieb von Atomkraftwerken verbunden sind“, hieß es damals in den Sitzungsunterlagen. „An dieser neuen Bewertung hat sich auch durch den völkerrechtswidrigen und entsetzlichen Überfall Russlands auf die Ukraine nichts geändert. Die Atomkraftnutzung ist keinen Tag länger zu verantworten“, erklärt ÖDP-Bezirksrat Mangold.
Die derzeitige Situation nach dem Angriff auf die Ukraine müsse „erst recht Anlass sein, eine regenerative Energieversorgung ohne unnötige administrative Hürden zu ermöglichen, von der im Gegensatz zur Atomkraft keinerlei Gefahren für unsere Bezirkseinrichtungen ausgehen würde“, so Mangold.

Der Bezirk und jede einzelne Person könne dazu beitragen, die zurzeit diskutierte Isar 2-Laufzeitverlängerung überflüssig zu machen: „Stromsparen wäre stattdessen ‚das Gebot der Stunde‘. 11 Milliarden kWh produziert Isar 2 pro Jahr. Wenn jede/r Deutsche 132 kWh im Jahr einspart, ist die Abschaltung ausgeglichen. Das ist erreichbar und es wäre auch ohne Putins Kriegsverbrechen sinnvoll. Auch der Bezirk könnte die Einsparbemühungen in seinen Einrichtungen nochmals intensivieren“, fordert Mangold.

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