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Klimaschutz mit Bayernhymne

ÖDP-Bezirksparteitag wählt Vorstand: „Für 180 Grad-Kehrtwende“

Traditionell singt die ÖDP Niederbayern am Ende ihrer Bezirksdelegiertenversammlung das Lied der Bayern, erstmals am Saxophon begleitet von der neuen stellvertretenden Bezirksvorsitzenden. In der alten Sprache dieser Hymne entdeckt Johanna Seitz Kernziele des ÖDP-Programms: Wer den Schutz für seine Fluren erbittet, darf nicht so mit unserem Land umgehen. Johanna Seitz kandidiert auf Platz 3 der ÖDP-Liste zur Bundestagswahl. Foto: Saller.

Plattling. Die niederbayerische ÖDP hat am Samstag einen neuen Bezirksvorstand gewählt. Die Delegierten bestätigten Bezirksrat Urban Mangold einstimmig als Vorsitzenden. Neu sind die beiden stellvertretenden Vorsitzenden: Dipl.-Biologin Daniela Blankenburg aus dem Kreis Dingolfing-Landau und die Passauer Grundschul-Lehramtsstudentin Johanna Seitz (20) als „vermutlich jüngste stellvertretende Bezirksvorsitzende aller Parteien“.

Die Hauptbotschaft des Parteitags: Die ÖDP sei „die einzige Partei, die sich dazu bekennt, dass endloses Wachstum nicht möglich ist“, so Mangold: „Ohne eine neue zurückhaltende Konsumkultur gibt es keine gerechte und auch keine ökologische Zukunft“. Es sei die spezielle Aufgabe der ÖDP, mit aller Deutlichkeit die Notwendigkeit der Beschränkung unserer Ansprüche an den Planeten zu thematisieren. „Alle anderen Parteien wollen den Wählerinnen und Wählern diese Härte der Wahrheit ersparen. Dem muss sich jemand entgegenstellen. Und das ist der Job der ÖDP“, sagte Mangold in der Bezirksversammlung.

Der Delegierten verabschiedeten ein Positionspapier für eine 180 Grad-Kehrtwende beim Klimaschutz, mit dem die ÖDP über die Ziele ihrer politischen Kontrahenten weit hinausgeht: Klimaneutralität reiche nicht aus. Die Konzentration von Kohlendioxid müsse wieder sinken. Die ÖDP spricht sich unter anderem gegen jede Form der Förderung fossiler Energienutzung und des Flugverkehrs aus. Gefordert wird ein Ausbau-Stopp für Autobahnen und Fernstraßen. Je zwei Prozent der Landesfläche müssten als Vorrangfläche für die Windkraftnutzung sowie für Freiflächensolar- und Agriphotovoltaikanlagen ausgewiesen werden. Ferner fordert die ÖDP ein Renaturierungsprogramm für Moorgebiete.

Die weiteren Ämter im niederbayerischen ÖDP-Vorstand bleiben unverändert: Schatzmeister ist wie bisher Jörn Rüther (PA), Beisitzer sind Brigitte Baueregger (REG), Rolf Sihr (DEG), Christian Iro (PAN), Dr. Helmut Pix (DGF), Dr. Michael Röder (SR), Bernd Wimmer (KEH), Michael Schöffberger (PA) und Heiko Helmbrecht (LA).

Traditionell singt die ÖDP Niederbayern am Ende ihrer Bezirksdelegiertenversammlung die Bayernhymne. „In der alten Sprache dieser Hymne entdecken wir Kernziele unseres Programms. Wer den Schutz für seine Fluren erbittet, darf nicht so mit unserem Land umgehen“, sagte Mangold.