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Nur noch heute Butter und Nutella

Von Profi-Grünen hört man derzeit oft Sätze wie diesen: „Es schmerzt, dass wir jetzt alte Kohlekraftwerke wieder nutzen müssen. Es bleibt aber bei den vereinbarten Reduzierungszielen von CO2; was wir jetzt zusätzlich ausstoßen müssen, werden wir später durch beschleunigte Einsparung ausgleichen.“ 

Das werden alle kennen, die schon einmal eine schlechte Gewohnheit ablegen wollten: „Nur noch heute esse ich Nutella mit Butter auf dem Brötchen; dafür lasse ich morgen dann auch noch das Brötchen weg…“ Wie so etwas ausgeht, weiß man. 

Unser aller Problem (nicht nur das der armen Profi-Grünen) ist das mangelnde Bewusstsein von der absoluten Härte der Herausforderung: Seit dem Crash der Lehmann-Brothers (wann war das gleich wieder?) jagt eine Krise die andere und es fällt schwer, das Heute als Normalität zu akzeptieren. „Es wird doch irgendwann einmal – bitte bald! -  alles wieder easy werden, also so wie es ehedem war. Dann machen wir alles ganz schnell so richtig richtig und korrigieren alles was mal falsch gelaufen ist. Aber leider müssen wir halt jetzt noch ein allerletztes Mal (versprochen!) einiges ganz falsch machen…“  

Ich möchte wirklich nicht in der Haut eines Profi-Grünen stecken. Eigentlich möchte ich nicht einmal in meiner eigenen Haut stecken: Es muss nämlich von jedem und jeder ab sofort und nicht erst morgen sehr, sehr viel ganz anders gemacht werden. Und dieses „anders“ heißt Reduktion. Sehr viel weniger Energie- und Materialverbrauch. Und es nützt nix, dazu einfach kurz „Nö“ zu sagen.

Autor/in:
Bernhard G. Suttner
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Wichtiger Hinweis:
Blogbeiträge stellen die persönliche Meinung einzelner Parteimitglieder dar. Diese kann in Einzelfällen von der Programmlage der Partei abweichend sein. Auch ist es möglich, dass zu einzelnen Themen und Aspekten in der ÖDP noch keine Programmlage existiert.