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Gute Symbole sind unverzichtbar

Dass sich verängstigte Menschen auf einmal trauen, ihre Erfahrung zu veröffentlichen und dass andere dabei interessiert zuhören - das ist das „Narrativ“ des Pfingstfestes: Mutig sein, Maul aufmachen, die eigene Sicht der Dinge kenntlich machen. Aber auch: Anderen interessiert zuhören, ohne Vorurteile auf einmal sogar ganz Fremdes verstehen. Eine wirklich schöne Geschichte, dieses Pfingstereignis aus der Apostelgeschichte des Lukas.
 
Angesichts der umfassenden Kirchen- und Glaubenskrise in Europa frage ich mich manchmal, wer künftigen Generationen ähnlich wichtige Symbolgeschichten liefern wird, wenn die biblischen Quellen nicht mehr sprudeln. Es ist ja nicht nur die Pfingstgeschichte. Auch Erzählungen wie die vom „verlorenen Sohn und dem verzeihenden Vater“ oder die von der „nicht gesteinigten Ehebrecherin“ oder auch die ziemlich heftige „Gerichtsrede“ über die Fragen, die uns am Ende gestellt werden: „Ich war hungrig, nackt, fremd, im Gefängnis… und was hast du getan?“ 

Der Hintergrund von Pfingsten ist laut Studien dem größten Teil der Deutschen mittlerweile unbekannt. Schade. Trotzdem: Ich wünsche ein frohes Pfingstfest mit geöffneten Fenstern und ohne Angst vor heftigem Wehen des Geistes!  

Autor/in:
Bernhard G. Suttner
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