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Interview mit Klaus Mrasek

Aus der Reihe Interviews mit #orangeaktiv-en Mitgliedern.
Heute befragen wir Klaus Mrasek, aus Amberg, aktiv für die ÖDP als Stadtrat und natürlich als Bayerischer Landesvorstand:

ÖDP Bayern: Wie lang bist du bei der ÖDP? Was findest du hier, was du nur hier bekommst?

KLAUS: Ich bin im November 1986 in die ÖDP eingetreten, damals unter dem Eindruck der Auseinandersetzungen über die geplante Wiederaufarbeitungsanlage WAA in Wackersdorf. Die ÖDP steht mit ihrer Politik für eine konsequente Zukunftsorientierung, das Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zur Konkurrenz. Klimaschutz, Artenvielfalt, Energiewende, Verkehrswende, Agrarwende, Fairhandel statt Freihandel, Gemeinwohlökonomie, Wirtschaft ohne Wachstum, saubere Trennung von Politik und Wirtschaft - das gibt es nur in der ÖDP. Und natürlich die Menschen in unserer ÖDP - über all die Jahre habe ich viele Engagierte kennenlernen dürfen, daraus sind auch Freundschaften über die Politik hinaus entstanden

ÖDP Bayern: welche 3 Themen sind dir für deinen Regierungs-Bezirk Oberpfalz wichtig?

KLAUS: Die Oberpfalz ist Spitzenreiter beim Flächenverbrauch. Jeder, der mit offenen Augen unterwegs ist, kann die negativen Folgen feststellen. Ausufernde Gewerbegebiete, überdimensionierte Straßenbauten, zerstörte Landschaften und Lebensräume. Das Ziel der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie "Entwicklung ohne Flächenverbrauch" muss ernst genommen, die Innenentwicklung muss eindeutigen Vorrang haben, die Gemeinden müssen dazu interkommunal zusammenarbeiten.
Auch in der Oberpfalz dominiert der Straßenverkehr. Wir werden die Klimaziele nicht einhalten können, wenn wir nicht konsequent umsteuern und Verkehr auf die Schiene verlagern, z. B. durch die Stadtumlandbahn für Regensburg, den Ausbau der Verkehrsverbünde RVV und VGN mit attraktiven Takten und Tarifen und im Nahbereich durch Radverkehrskonzepte - gerade das Fahrrad ist für kurze Strecken unschlagbar - dafür muss der MIV (motorisierte Individualverkehr) auch Verkehrsraum abtreten.
Für die Landwirtschaft liegt die Zukunft in der Herstellung von Qualitätsprodukten nach den Grundsätzen des Bio-Anbaus - regional und saisonal mit dem Ziel, die Wertschöpfung vor Ort auszubauen mit einer fairen Entlohnung der Landwirte für ihre Leistungen, die uns als Gesellschaft zugutekommen, z. B. beim Trinkwasserschutz. Die bäuerlichen Familienbetriebe müssen erhalten werden, wir wollen keine Agrarindustrie. Die Nutztierhaltung ist konsequent am Tierwohl auszurichten.

ÖDP Bayern: wenn du über Nacht in diesem Land etwas verändern könntest, was wäre das?

KLAUS: Über Nacht: 100 Prozent erneuerbare Energien und eine Wirtschaft ohne Wachstumszwang unter Anwendung der Gemeinwohlökonomie!

ÖDP BAYERN: Vielen Dank.