Energiepolitik und Klimaschutz

Wir haben uns entscheiden: größtmögliche Energieeinsparung und Energieeffizienz sowie 100% erneuerbare Energien, weil nur so Versorgungssicherheit und Klimaschutz möglich sind!

ÖDP-Forderungen zu Energiepolitik und Klimaschutz

Energie – noch weitere zehn Jahre Atomrisiko? ÖDP – die Partei der Energievernunft

Es ist erfreulich, dass nach harten Auseinandersetzungen jetzt endlich Einigkeit über die Unverantwortbarkeit der Atomkraft und über die Notwendigkeit der erneuerbaren Energien herrscht.

Wir finden uns aber nicht damit ab, dass zwei Atomkraftwerke in Bayern noch jahrelang weiterlaufen sollen, dass schmutziger Strom von Temelin importiert wird und Kohlekraftwerke weiterhin das Klima ruinieren.
Wir brauchen ein massives, auf fünf Jahre konzentriertes Förderprogramm zur Energieeinsparung in allen Bereichen (öffentliche Gebäude, Industrie, Gewerbe, private Haushalte, Verkehr). Einsparung, Effizienz und Einsatz erneuerbarer Energien sind in dieser Kombination unverzichtbar.

 

100% erneuerbare Energie!

Nur mit 100 % erneuerbarer und möglichst regional erzeugter Energie kann auf Dauer Versorgungssicherheit erreicht werden.

Unabhängig vom Klimaproblem und der noch viele Jahre andauernden Atomgefahr müssen wir so schnell wie möglich auf effiziente, erneuerbare Energiequellen umschalten. Erdöl, Erdgas, Uran und Kohle werden knapp und teuer bzw. gehen zu Ende. Der Energiepreis könnte explodieren und somit eine Weltwirtschaftskrise oder gar Energiekriege auslösen. Erneuerbare, regional erzeugte Energien, z. B. aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme mit kurzen Transportwegen sichern langfristig und nachhaltig die Energieversorgung und sind deshalb vorrangig zu fördern. Wir setzen uns für eine Regionalisierung der Energieversorgung unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein.

 

Energetische Sanierung!

Der Freistaat Bayern muss in den kommenden zehn Jahren den Schwerpunkt seiner Investitionstätigkeit auf die energetische Sanierung aller öffentlicher Gebäude legen.

Alle öffentlichen Gebäude benötigen optimale Wärmedämmung, effiziente Heizungs- und Belüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und Elektro- bzw. EDV-Anlagen der höchsten Effizienzklasse. Die Nutzung erneuerbarer Energien ist bei Neubauten und bei der Renovierung von Altbauten gesetzlich vorzuschreiben, in der Bauleitplanung vorzusehen und finanziell zu fördern.

 

Kein Fracking in Bayern!



Methoden wie Fracking werden von uns entschieden abgelehnt, ebenso wie Bohrungen in sensiblen Gebieten (u. a. Natur- oder Trinkwasserschutzgebiete oder Mineralwasservorkommen) und in Gebieten mit geringerer geologischer Stabilität (u. a. bei Erdbebengefährdung). Hier sind vorrangig der Bund und Bayern im Bundesrat gefordert: Das Bergrecht ist entsprechend umfassend zu novellieren und dem heutigen Stand des Umwelt- und Naturschutzrechtes sowie den Rechten der Öffentlichkeitsbeteiligung anzupassen.

 

Bayern muss sein Windkraftpotenzial nutzen.



Die Windkraft wurde in Bayern vernachlässigt. Wir wollen geeignete Vorrangstandorte übergeordnet in Regionalplänen und kommunal in Teilflächennutzungsplänen ausweisen. Durch Vorranggebiete werden die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes gewährleistet. Kommunen und Bürger sollen nach Möglichkeit an der Errichtung von Windkraftanlagen in Genossenschaftsmodellen beteiligt werden. Dies erhöht die Akzeptanz der Technologie und der Mehrwert bleibt im regionalen Wirtschaftskreislauf erhalten.

 

Vorbildfunktion des Staates!

Alle staatlichen Einrichtungen sollen ab sofort ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen beziehen.

Es sind die regenerativen Energiequellen nicht nur zu fördern, sondern deren Angebot ist auch zu nutzen. Der Staat hat auch hier eine Vorbildfunktion.