Wir finden uns nicht mit der Atomgefahr ab!

Es mussten zwei Atomkatastrophen mit unendlich viel Leid und Tod geschehen, damit CDU/CSU und FDP endlich die Abkehr von der Atomkraft geschafft haben. Trotzdem geht in Bayern das Spiel mit dem Risiko weiter! Wir sind nicht bereit uns damit abzufinden!

ÖDP-Politik gegen die Atomgefahr

Energie – noch weitere zehn Jahre Atomrisiko? ÖDP – die Partei der Energievernunft

Es ist erfreulich, dass nach harten Auseinandersetzungen jetzt endlich Einigkeit über die Unverantwortbarkeit der Atomkraft und über die Notwendigkeit der erneuerbaren Energien herrscht.

Wir finden uns aber nicht damit ab, dass zwei Atomkraftwerke in Bayern noch jahrelang weiterlaufen sollen, dass schmutziger Strom von Temelin importiert wird und Kohlekraftwerke weiterhin das Klima ruinieren.
Wir brauchen ein massives, auf fünf Jahre konzentriertes Förderprogramm zur Energieeinsparung in allen Bereichen (öffentliche Gebäude, Industrie, Gewerbe, private Haushalte, Verkehr). Einsparung, Effizienz und Einsatz erneuerbarer Energien sind in dieser Kombination unverzichtbar.

 

Bayern muss das Atomrisiko sofort beenden!



Der Betrieb von Atomkraftwerken und die Lagerung des Atommülls in unsicheren Hallen unmittelbar neben den Reaktorgebäuden stellen ein nicht zu verantwortendes Risiko dar.
Die andauernde Atomgefahr darf nicht bis 2021 fortgesetzt werden, sondern ist schnellstens zu beenden. Denn nach einem jederzeit möglichen großen Unfall im AKW Isar 2, in den beiden Blöcken in Gundremmingen oder in Grafenrheinfeld wäre ganz Bayern unbewohnbar.
Wir sind überzeugt, dass es kein Endlager geben kann, das dem Anspruch auf maximale Sicherheit für einen langen Zeitraum von mehreren hunderttausend Jahren gerecht werden kann. Stattdessen fordern wir, die jetzigen unsicheren Zwischenlager durch sabotagesichere Hochsicherheitszwischenlager (siehe ÖDP-Konzept zu Hochsicherheitszwischenlager) zu ersetzen. Betreiber dieser atomaren Lagerstätten muss der Staat bzw. eine Staatengemeinschaft sein, da kein Energieversorger diese langen Zeiträume überdauert. Die Atomkraftwerksbetreiber sind mit realistischen Abgaben an den Kosten zu beteiligen.

 

Volle Betreiber-Haftpflicht für Atomkonzerne!

Volle Betreiber-Haftpflicht für Atomkraftwerke und Abbau aller Steuerprivilegien und Subventionen für die Atomkonzerne!

Die Subventionierung der Atomwirtschaft, festgelegt im überholten  EURATOM-Vertrag, ist durch Vertragsänderung schnellstens zu beenden.
Die Haftpflichtübernahme darf nicht dem Steuerzahler, sondern muss den Atomkraftwerkbetreibern auferlegt werden.

 

Abschaltung des AKW Temelin!

Schließung der Atomkraftwerke in Temelin und den benachbarten Ländern!

Ganz Bayern liegt im Bereich der Todeszone, falls im tschechischen Atomkraftwerk Temelin ein großer Unfall eintreten sollte. Es müssen europäische Ausstiegsszenarien für Temelin und alle anderen europäischen Atomkraftwerke entworfen und Ersatztechnologien angeboten werden.

 

Flugverbotszonen um AKWs!

Solange Atomkraftwerke in Betrieb sind, aber auch solange dort Atommüll lagert, brauchen wir weite Flugverbotszonen rund um Atomanlagen.

Bei Unfällen und Angriffen aus der Luft auf Atomkraftanlagen und Zwischenlager muss mit dem Allerschlimmsten gerechnet werden. Hier nützt keine Vernebelung, sondern nur die Einrichtung und Überwachung von Flugverbotszonen. Diese Maßnahme kann die Risiken zwar nicht ausschließen, aber wenigstens reduzieren.