Chronik der ÖDP nach Jahren

198117. Oktober: Im Bundesbahnhotel in München gründen 22 Mitglieder der Grünen Aktion Zukunft (GAZ), der Arbeitsgemeinschaft Ökologische Politik (AGÖP) und der Grünen Föderation die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp), Landesverband Bayern.

Michael Arends, Musikverleger aus Rimsting am Chiemsee, wird zum Landesvorsitzenden gewählt.
198228. März: Eine Konferenz des Landesvorstands und der Kreisvorsitzenden beschließt das Antreten der ödp zur Landtagswahl in allen sieben Regierungsbezirken. Die bayerische ödp verfügt zu diesem Zeitpunkt über gut 400 Mitglieder und ungefähr 10 intakte Kreisverbände. In den folgenden Monaten gelingt die Aufstellung der sieben Wahlkreislisten und von 50 Direktkandidaten sowie die Sammlung von 3.500 Unterschriften. 

10. Oktober: Die ödp erreicht bei der Landtagswahl 0,4 Prozent.
198417. Juni: Die ödp tritt zur Europawahl und damit erstmals bundesweit zu einer Wahl an. Ergebnis in Bayern: 0,6 Prozent.
198612. Oktober: Die ödp beteiligt sich an der Landtagswahl in allen 7 Bezirken und mit Direktkandidaten in 95 von 104 Stimmkreisen. Ergebnis: 0,7 Prozent.
198912. März: Der ödp-Kandidat bei der Landratswahl im Kreis Dachau erhält 11,5 Prozent der Stimmen. 

18. Juni: Europawahl. ödp-Ergebnis in Bayern: 1,0 Prozent. 

16. Juli: Der Landesparteitag in Augsburg wählt Oswald Schönmüller, Dipl.-Kaufmann aus Planegg, Kreis München, zum neuen Landesvorsitzenden.
1990Juni: Das von der ödp unterstützte Volksbegehren Das bessere Müllkonzept des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen Müllverbrennung nimmt die Unterschriftenhürde zum Volksentscheid. 

14. Oktober: Die ödp beteiligt sich an der Landtagswahl, erstmals mit Direktkandidaten in allen 104 Stimmkreisen. Ergebnis: 1,7 Prozent; in Niederbayern (2,4) und Schwaben (2,3) wird erstmals die 2-Prozent-Marke überschritten. Bei der gleichzeitigen Bezirkstagswahl erringt die ödp in Oberbayern erstmals ein Bezirkstagsmandat; bayernweites Ergebnis: 2,2 Prozent.
1991
Frühjahr: Die bayerische ödp eröffnet ihre erste hauptamtlich besetzte Landesgeschäftsstelle in Passau.

Urban Mangold wird erster Landesgeschäftsführer.

3. Oktober: Der Landesparteitag in Landshut wählt Bernhard Suttner, Bildungsreferent aus Windberg, Kreis Straubing-Bogen, zum neuen Landesvorsitzenden. 

Die ödp hat zu diesem Zeitpunkt in Bayern knapp 1.500 Mitglieder. 
199411. März: An einer ödp-Veranstaltung zur Energiepolitik in der Nürnberger Meistersingerhalle nehmen 1.200 Menschen teil. 

12. Juni: Europawahl. ödp-Ergebnis in Bayern: 2,2 Prozent. In einer Reihe von Kreisen und kreisfreien Städten überschreitet die ödp erstmals die 4-Prozent-Marke: Straubing-Bogen (5,8), Straubing-Stadt (5,1), Ansbach-Stadt (5,0), Unterallgäu (4,6), Memmingen (4,4), Garmisch-Partenkirchen (4,0). Bei einer gleichzeitig stattfindenden Wiederholungswahl erringt die ödp erstmals einen Sitz im Stadtrat der Landeshauptstadt München. 

Sommer: Die CSU-Landesleitung erstellt eine 22seitige Broschüre mit dem Titel "ÖDP - Irreale Vorstellungen gefährden Aufschwung, Wohlstand und soziale Sicherheit." 

Die Grünen bringen einen Leitfaden "ÖDP in Bayern - Gefahr für Bündnis 90/Die Grünen? Tips für den politischen und praktischen Umgang" heraus. 

25. September: Die ödp beteiligt sich an der Landtagswahl und erzielt mit landesweit 2,1 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis. Bei den parallelen Bezirkstagswahlen erringt die ödp insgesamt 4 Sitze in den Bezirkstagen Oberbayern (3,0), Niederbayern (4,7) und Schwaben (3,2 Prozent).
19951. Oktober: Durch Volksentscheid werden gegen den Widerstand der CSU Bürgerbegehren und Bürgerentscheid auf kommunaler Ebene eingeführt. Die Initiative Mehr Demokratie in Bayern wurde massiv von der ödp unterstützt. 

Herbst: Die bayerische ödp kann ihr 3.000. Mitglied begrüßen.
199610. März: Bei den Kommunalwahlen kann die ödp die Zahl ihrer Mandate in Stadträten, Gemeinderäten und Kreistagen bayernweit von zuvor 65 auf nunmehr 211 mehr als verdreifachen - trotz einer von der CSU veranlaßten schikanösen Wahlrechtsverschärfung ("Lex ödp"). 

5. Oktober: Der Landesparteitag in Nürnberg beschließt die Einleitung des Volksbegehrens Schlanker Staat ohne Senat.
1997Juni: Binnen 2 Wochen geben 10,5 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten zugunsten des ödp-Volksbegehrens Schlanker Staat ohne Senat ihre Unterschrift bei der Gemeindeverwaltung ab. Damit ist das Volksbegehren zum Volksentscheid zugelassen.
1998Januar: Die ödp startet die erste Phase des Volksbegehrens „Schlanker Staat, schlanker Landtag“. Ziel: Reduzierung des Landtags auf Normalgröße von 204 auf 145 Sitze. Die Landtagsparteien lenken ein. Das Parlament verkleinert sich selbst auf 180 Sitze, um das ödp-Begehren abzuwehren. Die Verkleinerung tritt mit der Landtagswahl 2003 in Kraft.

8. Februar: 69,2 Prozent stimmen beim Volksentscheid für das von der ödp initiierte Volksbegehren Schlanker Staat ohne Senat. Nur 23,7 Prozent stimmen für den CSU-Entwurf. 

4. Juli: Die ödp überspringt mit 26.500 Unterschriften die erste Hürde für das Volksbegehren „Kein neues Atomkraftwerk in Bayern“. Ziel ist die Streichung der fünf für ein zusätzliches Atomkraftwerk vorgesehenen bayerischen Standorte aus den Standortsicherungsplan. Stoiber lenkt ein, der Landtag beschließt die Streichung. 

13. September: Die ödp erreicht bei der Landtagswahl 1,8 Prozent.
199913. Juni: Europawahl. ödp-Ergebnis in Bayern: 1,3 Prozent. 

17. September: Der Verfassungsgerichtshof bestätigt die Gültigkeit des Volksentscheids zur Abschaffung des Senats.
20008. April: Der Landesparteitag in Eichstätt entscheidet mit großer Mehrheit für ein eigenständiges Antreten der ödp bei der nächsten Landtagswahl und gegen Wahlbündnisse mit den Grünen oder den Freien Wählern. 

2001Februar: Die ödp startet mehrere kommunale Bürgerbegehren "Temelin-Strom kommt mir nicht ins Haus!" Ziel ist die Verhinderung von Stromlieferungen aus dem tschechischen Pannen-Atomreaktor Temelin. 

19. Mai: Der Landesparteitag in Amberg bestätigt Bernhard Suttner für weitere 2 Jahre in seinem Amt.

Juli: Aufgrund der erfolgreichen Anti-Temelin-Bürgerbegehren der ödp erklärt der E.ON-Konzern: Die Lieferverträge mit dem Temelin-Betreiber werden gekündigt.

8. Dezember: Die ödp startet das neue Genethik-Volksbegehren "Menschenwürde - ja, Menschenklonen - niemals!"

2002März: Die bayerische ödp steigert die Zahl ihrer kommunalen Mandate erheblich auf landesweit 242 Sitze.

Juni: Die erste Hürde des Volksbegehrens "Menschenwürde ja - Menschenklonen niemals"! wird erfolgreich abgeschlossen: 
Gut 26000 Bürgerinnen und Bürger haben unterschrieben!

2003Juni: Rund 215.000 Bürgerinnen und Bürger tragen sich für das von der ödp initiierte Volksbegehren "Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals" in den Rathäusern ein. Damit verfehlt das Projekt die in der zweite Phase des Volksbegehrens geltende 10-Prozent-Hürde. Die ödp sieht die Aktion dennoch als Erfolg: "Das Volksbegehren hat einiges bewirkt: eine komplizierte, aber weichenstellende Grundsatzfrage wurde aus den Expertenrunden herausgeholt und in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert", erklärt ödp-Landesvorsitzender Bernhard Suttner. Zahlreiche kirchliche Verbänden, Pfarreien und Ärzten hatten das Volksbegehren unterstützt.

September: Bei der Landtagswahl erreicht die ödp 2,2% der Erststimmen und insgesamt 2,0%. Am stärksten ist die ödp in den Regierungsbezirken Niederbayern (4,0%) und in der Oberpfalz (2,7%) - Johanna Schildbach schafft souverän die Wiederwahl in den oberbayerischen Bezirkstag, Olaf Heinrich zieht in den niederbayerischen Bezirkstag ein. Bei der Bezirkstagswahl in Niederbayern erreicht die ödp 4,76%.

2004Juni: Die ödp nimmt die erste Hürde für ihr neues Volksbegehren "Gerecht sparen, auch an der Spitze", mit dem überzogene Pensionen und Aufsichtsratsposten für Politiker gestrichen werden sollen. Auch das zweite ödp-Begehren "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" überspringt die erste Hürde.

Bei der Europawahl am 13. Juni erreicht die ödp mit landesweit 2,4% ihr bislang bestes Ergebnis in Bayern. Nicht nur in der Hochburg Ostbayern, sondern überall im Freistaat hat die ödp deutlich zugelegt und ist nun landesweit fünftstärkste Partei - noch vor den Republikanern. Die drei besten bezirksweiten Ergebnisse erzielte die ödp in Niederbayern (4,6%), der Oberpfalz (3,9%) und in Oberbayern (2,6%). In Niederbayern und der Oberpfalz liegt die ödp auch mit deutlichem Abstand vor der FDP.

2005April: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof läßt auf Betreiben des Innenministeriums das ödp-Volksbegehren gegen überzogene Politikerprivilegien nicht zu. 

Juli: Gut 400.000 Wahlberechtigte tragen sich in den Rathäusern für das von der ödp gestartete Volksbegehren "Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" ein, das auch von hunderten von Ärzten, Apothekern, Heilpraktikern und Bürgerinitiativen unterstützt wird. Das Volksbegehren kann die Zehn-Prozent-Hürde allerdings nicht überspringen. Ziel der Initiative war die Verankerung der Gesundheitsvorsorge im Landesentwicklungsprogramm und die Einführung öffentlicher Genehmigungsverfahren mit Nachbarschaftsbeteiligung bei der Aufstellung von Sendemasten. Die Mobilfunkindustrie hatte im Bündnis mit dem obersten Konzernspendensammler der CSU, dem CSU-Landesschatzmeister Adolf Dinglreiter eine Gegenkampagne gestartet. 

2006

April: Die ödp erreicht die Rücknahme zahlreicher Genmais-Anbauflächen in Bayern. Zwischen Februar und April 2006 recherchiert die ödp gezielt die Neuanmeldungen von Gen-Maisanbauflächen im Internet und informiert die örtlichen Lokalredaktionen und Bürgerinitiativen. Auch Demonstrationen werden organisiert. Dadurch wird vielerorts eine wichtige Debatte ausgelöst, in deren Folge die „Gen-Bauern“ ihren Antrag zurückziehen. 

Mai: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärt das von der ödp initiierte Bürgerbegehren "Mehr Bürgerbeteiligung statt geheimer Rathauspolitik" für zulässig. Ziel der Initiative ist die Abschaffung der Geheimhaltungspflicht in kommunalen GmbHs. Die ödp erreicht, dass die Medien vorab über die Tagesordnung der GmbH-Aufsichtsgremien informiert werden können. Die Verschwiegenheitspflicht für Kreis- und Stadträte kann aufgehoben werden. Themen, die vor der Auslagerung in kommunale Gesellschaften öffentlich diskutiert wurden, unterliegen nicht zwingend der Geheimhaltung. 

2007
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