Zu Flächenfraß und Klimawandelfolgen in die Bayerwaldsiedlung

Bei der sengenden Sonne mit aktuellen Rekordtemperaturen hat sich OB-Kandidat der ÖDP Dr. Stefan Müller-Kroehling am 24.7.2019 mit einer Gruppe der Landshuter Fridays for Future- Bewergung in der Bayerwaldsiedlung getroffen. Im Mai hatte die ÖDP hier bereits ein Ramadama unter anderem mit Unterstützern von FFF durchgeführt, und wollten bei dem Treffen noch einmal verschiedene Aspekte rund um lokale Stadtpolitik und globale Effekte thematisieren.

An der B299 besichtigte die Gruppe das Thema Flächenfraß. An der Grenze zu Ergolding entstand hier nach dem Straßenbau ein Gewerbegebiet. Der Flächenfraß läuft ja leider in Landshut momentan vollkommen enthemmt ab, und in dem besuchten Areal kann man gut sehen, wie sowas funktioniert. Erst brauche man dringend eine Straße als Heilsbringerin einer vermeintlichen Entlastung, dann wird drumherum das Land „entwickelt“. Also versiegelt. Und dann kommt erst so richtig viel Verkehr.

Im konkreten Fall war das Areal vor langen Zeiten sogar mal ein Niedermoor, wie der Bodenfachmann an dem kohleartigen Boden erklären konnte. Diese ist allerdings schon weitgehend verpufft, vererdet, und die Fläche entsprechend stark gesackt. Aber andernorts in Bayern und auch im Raum Landshut kann man Moorböden noch retten.

Das Gespräch dreht sich auch um das globale Klima, und die „Kippelemente“ wie Permafrostböden, Torfmoore, Regenwald und die borealen Wälder. Auch das Konsumverhalten hat Einfluss auf den Erhalt von Torfböden weltweit, denn wenn wir Palmölprodukte konsumieren, stammen diese oft aus Brandrodungen von Regenwaldböden in Indonesien. Und auch in der amerikanischen Arktis brennen gerade riesige Torfflächen, aufgrund der Hitze und Dürre. Gemeinsam ist beiden Prozessen der Torfboden, der sehr viel CO2 gespeichert, dessen Freisetzung das Klima noch weiter aufheizt.

Drittes Gesprächsthema war Energie, CO2-Gerechtigkeit, und die mögliche Rolle des Waldes, um den Klimawandel aufzuhalten. Riesige Aufforstungen weltweit könnten helfen, den Klimawandel zu bremsen. Dabei würden auch viele Produkte aus Holz und Zellstoff als nachwachsendem Rohstoff entstehen, die das heutige Plastik ersetzen könnte, ohne Emissionen zu erzeugen und Mikroplastik zu hinterlassen.

Auch für Landshut forderte unser OB-Kandidat mehr Bäume: „Bäume in der Stadt sind auch und gerade wichtig für den Lebensraum des Menschen.“ Zwei bis drei Grad beträgt der Unterschied zwischen einer städtischen Fläche mit und einer ohne Bäume. Als Ziel seiner OB-Zeit gab er anlässlich des Treffens aus, den Bäumen deutlich mehr Raum in Landshut zu geben und alle Fällungen alter Bäume deutlich strenger zu prüfen. Baumwachstum sei sinnvolles Wachstum. Sein Ziel sind mindestens 1000 neue Bäume in den ersten zwei Jahren nach der Wahl, überall in der Stadt. Denn jeder Baum ist eine Klimaanlage, Luftfabrik und Staubfilter und damit im Klimawandel auch wichtig für ein lebenswertes Landshut.

Stefan Müller-Kroehling und FFF waren sich einig, dass das Treffen ein Gewinn für beide Seiten war, und dass man in Kontakt bleiben wolle. Der OB-Kandidat bekräftigte, ein großer Anhänger der Bemühungen von FFF zu sein.

Total vererdeter, krümeliger Torf gast viel CO2 aus. Leider sehen fast alle Landshuter Moorböden heute so aus.

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