Eindrücke vom Ökologischen Aschermittwoch

Ergolding. Es war der 22. Ökologische Aschermittwoch, den der ÖDP-Kreisverband und der ÖDP-Ortsverband Ergolding am Mittwoch-Abend im Gasthaus „Jagerwirt“ in Käuflkofen veranstaltete.

Mit der Bundesvorsitzenden Gabriele Schimmer-Göresz und dem Thema „Mensch vor Profit – Der Weg in eine menschengerechte Wirtschaft“. Mit einer deutlichen Botschaft zur aktuellen Situation in Sachen Politik und Wählerinnen und Wähler: „Wir haben eine breite Vertrauenskrise. Die Menschen trauen nicht nur den Eliten, sondern dem ganzen System nicht mehr. Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit muss dem Gemeinwohl dienen. Dafür stehen wir.“

So entsteht eine tiefe Verunsicherung durch die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, durch die steigende Fremdenfeindlichkeit, die Häufung von Terroranschlägen und den sogenannten Flüchtlingsstrom, verweist Gabriele Schimmer-Göresz auf eine Studie. Zudem werden soziale Unterschiede und der schwindende gesellschaftliche Zusammenhalt beklagt. Mit der beängstigenden Folge von Demokratie-Müdigkeit, so die Bundesvorsitzende: „Es sieht ganz so aus dass „die da oben“ eine völlig andere Sprache sprechen als „die da unten“. Das führt, so Schimmer-Göresz weiter, dass man sich nicht mehr versteht: „Pediga, alle Nachahmer und auch die AfD sind Paradebeispiele dafür.“

„Politik verkommt zum öffentlichen Spektakel, während wichtige Entscheidungen, unbeobachtet von der Öffentlichkeit, zwischen den Eliten aus Politik und Wirtschaft ausgehandelt werden oder Regierungen gar in vorauseilendem Gehorsam den Unternehmensinteressen folgen“, so die ÖDP-Bundesvorsitzende. An den kontrovers diskutierten Freihandelsabkommen wie CETA, TTIP oder TISA wird das geradezu augenfällig.

Ökologische Themen oder Überlebensfragen wie Klimaschutz spielen demnach bei den etablierten Parteien, der Bundesregierung und bei der Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger eine eher untergeordnete Rolle. Statt sich mit der Ernsthaftigkeit des Problems zu beschäftigen wird weiter am zerstörerischen Werk mit erhöhter Geschwindigkeit gearbeitet. „Trotz aller Bekenntnisse fällt Deutschland beim Klimaschutz zurück. Es werden weiter Flughäfen und Autobahnen ausgebaut, fruchtbare Böden für ungenutzte Gewerbegebiete und Umgehungsstraßen, gerne auch mal durch Naturschutzgebiete, unter Asphalt begraben“, meinte Schimmer-Göresz und führte weiter aus: „Vom tödlichen System einer industrialisierten Landwirtschaft und vom Ernährungsverhalten über sonstige Konsum- und Reisegewohnheiten ganz zu schweigen.“

Die Politik versagt hier skandalös meinte die Bundesvorsitzende, zitierte dabei Bundes-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt („Preise dürfen nicht künstlich durch Steuern erhöht werden, das ist unsozial.“) und wurde deutlich: „Da fällt einem nur ein dass es unsozialer sein könnte, Mensch, Tier, Umwelt und Klima zu ruinieren, um einigen wenigen globalen Konzernen die Taschen zu füllen.“ Den Freihandel zu beschränken um den Welthandel fair zu gestalten und auf ein für die Erde erträgliches Maß zurückzuschrauben ist für Schimmer-Görosz oberstes Gebot: „Was wir brauchen ist ein Wohlstand ohne Gier. Die Grenzen des Wachstums sind längst überschritten.“

Mit einer Politik, wie sie die ÖDP in ihrem Grundsatzprogramm von Beginn an verankert hat. Es müsse die Frage gestellt werden, ob das Ausmaß der ökologischen Krise unseres Planeten überhaupt erkannt wird. Weg vom Raubbau und hin zu regenerativen Energien, Afrika nicht zur Müllhalde von Industrienationen machen und die Erderwärmung durch den Klimaschutz ernst nehmen, dafür wird es höchste Zeit, so Gabriela Schimmer-Göresz: „Sonst werden wir in Europa nicht nur Kriegs-, sondern noch viel mehr Klima-Flüchtlinge haben.“ ÖDP-Kreisvorsitzender Lorenz Heilmeier und Christine Huber als Ortsverbands-Vorsitzende freuten bedankten sich bei der Bundesvorsitzenden mit einem Geschenk.

-bep- Quelle: Artikel aus der Landshuter Zeitung vom 03.03.2017


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