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Neuwahlen im ÖDP-Kreisverband Freyung-Grafenau führen zu einigen Veränderungen im Vorstand

Renate Ruhland gibt Kreisvorsitz ab – Michael Köberl zum Vorsitzenden gewählt

Freyung: Mit einem strengen Hygienekonzept konnte kürzlich die Jahreshauptversammlung des ÖDP-Kreisverbands im Saal des Gasthauses „Passauer Hof“ noch stattfinden, bevor der Landkreis die Warnstufe „rot“ erhielt. Angesichts der Corona-Lage waren ohnehin nicht allzu viele Mitglieder erschienen. Allerdings konnte die Kreisvorsitzende Renate Ruhland die stellvertretende Landesvorsitzende Agnes Becker begrüßen.

Bevor die satzungsgemäß vorgeschriebenen Neuwahlen abgehalten wurden, hatte Ruhland ihren Rechenschaftsbericht für 2019 vorgetragen, Schatzmeisterin Sabine Schmid-Boitz den Kassenbericht mit dem Jahresergebnis. Nach der Feststellung der Kassenprüfer, dass eine tadellose Kassenführung vorliege, wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Renate Ruhland erklärte, nicht mehr als Kreisvorsitzende zu kandidieren, um auch einen Generationenwechsel zu ermöglichen. Ruhland war seit 2006 Vorsitzende und hatte in dieser Zeit nicht nur drei Kommunalwahlkämpfe organisiert, sondern auch zahlreiche weitere Wahlen, an denen die ÖDP teilgenommen hatte. Sie selbst habe zweimal für die Landtagswahl kandidiert sowie mehrmals für den Freyunger Stadtrat und den Kreistag. Seit 2002 ist sie Stadträtin, seit 2008 Kreisrätin. „Auch verschiedene Volksbegehren bedeuteten großes Engagement, zuletzt das erfolgreichste Volksbegehren in Bayern, das von der ÖDP initiierte Plebiszit zum Artenschutz“, so Ruhland. Sie hob auch viele schöne Erlebnisse und Momente hervor, insbesondere die gemeinsamen Ausflüge und Adventsfeiern, die das menschliche Miteinander und den Zusammenhalt gestärkt hätten. „Es gab immer eine offene, konstruktive Diskussion sowie eine von persönlichem Respekt und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit“, betonte Ruhland. Dennoch sei es nach 14 Jahren an der Zeit, die Führung jemand anderem anzuvertrauen.

Bei den folgenden Neuwahlen, die Agnes Becker leitete, wurde Michael Köberl einstimmig zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Aufgrund einer leichten Erkältung war Köberl sicherheitshalber der Versammlung fern geblieben. Michael Köberl, Jahrgang 1974, wohnt in Freyung, ist verheiratet und Studiendirektor am Gymnasium mit den Unterrichtsfächern Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. 2014 trat er in die ÖDP ein und wurde bald auch Beisitzer im Kreisvorstand. Seit 2018 fungierte er als Schriftführer, als einer von drei stellvertretenden Kreisvorsitzenden und kandidierte im selben Jahr als Direktkandidat für die Landtagswahl. Köberl betonte in seiner schriftlichen Stellungnahme, dass für ihn „ökologische Realpolitik nach dem Vorbild von Prof. Dr. Klaus Buchner, der bis vor kurzem Abgeordneter im Europaparlament war, im Zentrum“ stehe. Das bedeute, „keine ideologischen Scheuklappen, keine utopischen Forderungen ohne Umsetzungschancen, nur um täglich in den Medien aufzutauchen sowie Kooperation mit demokratischen Parteien im Landkreis, um unsere Inhalte voranzubringen“. Als inhaltliche Anliegen charakterisierte er „Klimaschutz, Biodiversität, die atomare Endlagerproblematik, aber auch die Bereiche Bildung, Kultur, Attraktivität und Gleichbehandlung unserer Region“.

Zu stellvertretenden Kreisvorsitzenden wurden erneut Angela Schubert aus Oberhüttensölden und Karin Weber aus Waldkirchen gewählt, neu dazugekommen als weiterer gleichberechtigter Stellvertreter ist Alexander Blöchl aus Harsdorf. Auch bei den Beisitzern gab es Veränderungen. Neben Erwin Pauli, Elisabeth Tesche, Roswitha Deininger, Josef Pauli, Barbara Weishäupl und Dr. Jörg Sorgenfrei, die bereits bisher dieses Amt ausübten, kamen Pia Meier und Florian Ebner hinzu, beide Vertreter der jüngeren Generation.

Schatzmeisterin wurde erneut Sabine Schmid-Boitz, zu Kassenprüfern wählten die Anwesenden Christel Kern und Günter Deininger, die seit Jahren diese Tätigkeit ausüben.

Renate Ruhland stellte sich als Schriftführerin zur Verfügung und wird auch die Pressearbeit übernehmen. Alle Wahlen erfolgten geheim und alle Gewählten erhielten ein einstimmiges Votum.

Auch die Delegierten für den Landes- und Bezirksparteitag wurden satzungsgemäß gewählt (sh. Liste unten).

Anschließend diskutierte man in der Runde noch über die Endlagerung des Atommülls mit der derzeitigen Suche nach einem geeigneten Standort. Agnes Becker wurde auch gefragt, inwieweit die Maßnahmen zur Umsetzung des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ gediehen seien. Beckerbeklagte, dass es insbesondere beim Schutz der Streuobstwiesen und der Gewässerrandstreifen Widerstände gebe. „Der Trägerkreis des Volksbegehrens hat nun eine Hochschule damit beauftragt, mit einem auf 10 Jahre angelegten Monitoring die Umsetzung der gesetzlich festgelegten Maßnahmen kontinuierlich zu überprüfen“, so Becker.

Delegierte für den Landesparteitag
Blöchl Alexander
Ebner Florian
Köberl Michael
Meier Pia
Pauli Erwin
Dr. Sorgenfrei Jörg

Ersatzdelegierte
Renate Ruhland
Weber Karin

Delegierte für den Bezirksparteitag
Blöchl Alexander
Deininger Günter
Pauli Erwin
Schmid-Boitz Sabine
Tesche Elisabeth

Ersatzdelegierte
Deininger Roswitha
Meier Pia
Pauli Josef
Dr. Sorgenfrei Jörg


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