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Deutschland ist nicht die USA

Persönlicher Kommentar zu Black Lives Matter und Mohrendiskussion

Martin Truckenbrodt, Landesvorsitzender der ÖDP in Thüringen, äußerst sich zu aktuellen Diskussionen zum Thema Rassismus: „Fridays for Future Aktivisten machen Polizisten in Deutschland für den Rassismus in den USA verantwortlich. Nicht nur in Coburg diskutiert man über die Abschaffung des Begriffs Mohr. Für mich zeigen diese Diskussionen vor allem sehr deutlich, dass es ihnen an Sachlichkeit und Verhältnismäßigkeit fehlt. Vor allem Aktionismus, Populismus und Ideologie prägen diese Diskussionen. Natürlich haben wir auch in Deutschland ein Problem mit Rassismus. Dieses stellt sich jedoch ganz anders als in den USA dar. Er ist vor allem nicht aus mehreren hundert Jahren Sklaverei und Apartheid hervorgehend derart stark ausgeprägt in weiten Teilen unserer Bevölkerung vorhanden. Insbesondere ist die Gewaltbereitschaft nur bei sehr wenigen Menschen vorhanden. Wer gegen Rassismus in Deutschland vorgehen will, wird deshalb mit Black Lives Matter Demonstrationen, die sich gegen den Rassismus in den USA wenden, hier bei uns nichts erreichen, sondern lediglich für Kopfschütteln sorgen. Ähnlich verhält es sich bei der aktuellen Diskussion um den Mohr, z.B. im Stadtwappen von Coburg. In Coburg steht der Mohr für den Heiligen Mauritius. Dort häufen sich gerade die Äußerungen von Coburgern mit afrikanischen Wurzeln, die mit dem Coburger Mohr überhaupt kein Problem haben. Auch hier sorgt die diesbezügliche Online-Petition vor allem für Kopfschütteln. Dieser linksgrüne populistische Aktionismus liefert lediglich erfolgreich Nährboden für den rechten Rand und bewegt somit leider viele Bürgerinnen und Bürger dazu Rechtspopulisten und Rechtsextremisten zu wählen. Das bereitet mir wirklich sehr große Sorgen. Die zunehmende Polarisierung unserer Gesellschaft muss aus deren Mitte heraus beendet werden. Dazu braucht es eine glaubwürdige Alternative in der politischen Mitte. Das ist die ÖDP.“


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