Lorenz Heilmeier als ÖDP-Landratskandidat nominiert

Komplette Verlagerung des Landratsamtes in Frage gestellt

Sauberes Wasser, Saubere Luft, Saubere Politik waren die drei Hauptforderungen des ÖDP-Landratskandidaten Lorenz Heilmeier bei der Aufstellungsversammlung des ÖDP-Kreisverbandes Landshut zu den Landrats- und Kreistagswahlen im März 2020. Eine stattliche Zahl ÖDP-Mitglieder und Wahlberechtigter waren zur Aufstellungsversammlung für den ÖDP-Landratskandidaten Lorenz Heilmeier zum Kraxnwirt nach Ergolding gekommen um die Weichen für eine erfolgreiche Landratswahl für die Ökodemokraten zu stellen.

Versammlungsleiter Wolfgang Hiemer begrüßte die Teilnehmer hierzu recht herzlich und führte die Wahl des ÖDP-Landratskandidaten durch. Ihm als Wahlleiter zur Seite gestellt wurde der ÖDP-OB-Kandidat der Stadt Landshut Dr. Stefan Müller-Kroehling, der als „zukünftiger OB der Stadt Landshut natürlich auch den zukünftigen Landrat des Landkreises Landshut“ näher kennenlernen wollte. Der von der Kreisvorstandschaft nominierte und aus der Versammlung vorgeschlagene, alleinige Bewerber war Lorenz Heilmeier.

Der 56jährige Ergoldsbacher Kreis- und Marktgemeinderat stellte sich den anwesenden Besuchern vor. Er ist seit vielen Jahren verheiratet und hat drei mittlerweile erwachsene Kinder und ein Enkelkind. Er ist seit über 25 Jahren beim Bezirk Niederbayern Verwaltungsfachwirt. Die letzten Jahre davon als Personalratsvorsitzender bei der Haupt- und Sozialverwaltung sowie Stellvertretender Gesamtpersonalratsvorsitzender aller niederbayerischen Bezirksverwaltungen

Seit 1993 ist er ein zu 100 % überzeugter ÖDP`ler. Die Grundsätze „Weniger ist Mehr“ sowie „die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse – aber nicht für jedermanns Gier“ haben für ihn grundsätzliche Bedeutung in seinem politischen Denken und Handeln.

Seit fast 24 Jahren ist auch Mitglied im Marktgemeinderat Ergoldsbach und seit fast 24 Jahren voll aktiv im Kreistag des Landkreises Landshut. Dort seit 16 Jahren Fraktionsvorsitzender und in allen Ausschüsse des Landkreises als Mitglied oder Stellvertreter vertreten. Die Abläufe und Vorgänge im Kreis-, Hochbau-, Tiefbau-, Jugendhilfe-, Sozialhilfe, Umwelt-, Rechnungsprüfungsausschuss sowie im Kommunalunternehmen der Krankenhäuser sind ihm alle vertraut und bekannt. Beste Voraussetzungen für seine Landratskandidatur. Besonders beim Thema Trinkwasserschutz ist der Landrat, als Chef der Verwaltung auch für die staatlichen Aufgaben des Landratsamtes gefordert. Unbelastetes Trinkwasser ist mittlerweile im Landkreis Landshut keine Selbstverständlichkeit mehr. Es erfordert bereits hohe Anstrengungen der örtlichen Wasserversorger für sauberes Wasser zu sorgen, so Heilmeier.

Äußerst skeptisch äußerte er sich zum Thema Neubau eines Landratsamtes in Essenbach. Hier sieht er auch den Grundsatzbeschluss anders gefasst als der amtierende Landrat. Da bisher keine Kosten, ob jetzt z.B. 50 oder 100 Millionen bekannt sind, kann von einem eindeutigen Neubaubeschluss keine Rede sein.

Trotz der erfreulichen Rücklagen des Landkreises muss man auch die anderen Pflichtaufgaben im schulischen und im Krankenhausbereich sehen. Bei der zu erwartenden schlechteren Wirtschaftslage des „autoindustrieabhängigen Landkreises“ kann man auch schnell in eine Schuldenfalle geraten.

Seiner einfachen Rechnung nach müsste jeder steuerzahlende Bürger ca. 1000 Euro alleine für den Landratsamtneubau bezahlen, da es keine Zuschüsse für diese Maßnahme gibt.

Der ÖDP-Fraktion gefiele vielmehr die Lösung Landratsamt II. Man könnte dort mindestens gut die Hälfte der Kosten sparen. Wir haben einen niegelnagelneuen Sitzungssaal in Landshut, warum dieser in Essenbach nochmals gebaut werden soll, versteht er nicht. Die Parkplatzprobleme seien zum Großteil auch organisatorisch selbst gemacht.

Er versteht nicht, warum z.B. die Schuluntersuchungen alle im Landratsamtgebäude stattfinden müssen. Die letzten 50 Jahre war dies problemlos in den Kindergärten der Gemeinden möglich. Hier wird nicht nur Parkplatz vergeudet sondern auch völlig unnützer Verkehr nach Landshut gezogen. Diesbezüglich müsste auch der ÖPNV dringend verstärkt werden. So gibt es zum Beispiel keine Busverbindung zur Frühschicht und nur eine äußerst schlechte Busverbindung von der Spätschicht vom Bahnhof zum Achdorfer Krankenhaus.

Auch hätten die Beschäftigten des Landratsamtes zwei Standorte zur Auswahl und könnten jeweils ortsnah arbeiten.

Als Freund der direkten Demokratie ist Heilmeier der Meinung sollte man die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises befragen, wie sie über das Thema Komplettneubau denken. Die Kommunalwahl wäre eine gute Gelegenheit hierzu ein Ratsbegehren durchzuführen.

Eine Spontanabstimmung der Aufstellungsversammlung brachte über 95 % Zustimmung für eine Lösung „ Landratsamt II“.

Mit seiner Vorstellung als Landratskandidat konnte Kreisrat Heilmeier die anwesenden ÖDP-Mitglieder und Kandidaten überzeugen. Sie sprachen ihm einstimmig, dass Vertrauen aus die nächsten Jahre an der Spitze des Landkreises zu stehen und die anstehenden Aufgaben bestmöglich zu bewältigen.

Lorenz Heilmeier bedankte sich für das ausgesprochene vertrauen und führte weiter aus, dass er sich durchaus als besten Herausforderer sieht und er natürlich auf eine Sensation hofft.

Denken Sie bei der Wahl bitte auch daran, dass die ödp und er als Landratskandidat die einzige Alternative ist, die bewusst keine Firmenspenden annimmt. Wenn Sie in den nächsten Wochen mit Plakaten und Wahlwerbung überhäuft werden, denken Sie daran, wer diese bezahlt hat war ein weiterer Appell. Aufgrund dieser Tatsache muss die ÖDP natürlich einen äußerst sparsamen Wahlkampf führen. Er sieht dafür darin aber auch den ökologischen Vorteil, dass man diesmal zum Beispiel nur Plakate verwenden wird, die schon einmal bei einem anderen Wahlkampf zum Einsatz gekommen sind. Dies ist umweltpolitisch gesehen äußerst sinnvoll.

Mit einem Dank an alle Anwesenden und den Wünschen für einen guten und fairen Wahlkampf beendete er die Versammlung.

Der OB Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling gratuliert dem Landratskandidaten zur einstimmigen Wahl


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