Kernenergie im Zeitalter der Globalisierung

Die ÖDP lädt am 1. Oktober in die "Kraxn" zu Infos und Bildern von Wilbert Mahundi und Anthony Lyamunda ein. Die beiden berichten aus erster Hand von den schockierenden Umständen des Uranabbaus in Tanzania.

Für viele Landshuter ist Kernenergie aufgrund des Betriebs der Atomkraftwerke in unmittelbarer Nachbarschaft ein wichtiges Thema: über die Gefahren der Reaktortechnik, vor allem aber auch über die ungelöste Frage der Entsorgung der radioaktiven Brennstäbe wird seit Jahren viel diskutiert. Einen ganz anderen, interessanten Aspekt in der Diskussion wird die Bildpräsentation von Anthony Lyamunda und Wilbert Mahundi aus Tanzania am Sonntag, 1. Oktober um 20 Uhr im Gasthaus zur Kraxn in Ergolding bringen.

Anthony Lyamunda arbeitet für die Menschenrechtsorganisation "CESOPE" und war schon öfters auf einschlägigen Fachtagungen in Europa, um von den Folgen des Uranabbaus in Tanzania und über die Arbeit seiner Organisation zur Vermeidung von Erkrankungen und Landzerstörung zu berichten. Der Distriktgouverneur des südtanzanianischen Distrikts Songea, Wilbert Mahundi, ist zum ersten Mal auf verschiedenenen Veranstaltungen in ganz Deutschland dabei, um aus seiner Arbeit zu berichten. Die beiden Menschenrechtsaktivisten kämpfen seit vielen Jahren um den Schutz der tanzanianischen Bevölkerung vor den gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus durch australische, chinesische, kanadische und russische Bergbaufirmen.

Bereits vor zwei Jahren organisierte die ÖDP Landshut gemeinsam mit dem Landshuter Bündnis für Atomausstieg BüfA einen Vortrag der tansanianischen Menschenrechtsanwältin Flaviana Charles zu diesem brisanten Thema: Quasi als erstes Glied einer Kette erleiden Menschen in den Uranabbaugebieten bereits die negativen Auswirkungen der Stromerzeugung durch Kernenergie. Während wir die Tücken der Atomindustrie also nur aus der Perspektive der Stromerzeuger und Verbraucher kennen, erläutern die afrikanischen Umweltschützer das Verfahren des Uranabbaus, dessen negative Folgen für die Bevölkerung in den Abbauländern und berichten über ihre beschwerliche Arbeit bei der Aufklärung und politischen Bewältigung der Probleme.

Der tansanianische Distriktgouverneur Wilbert Mahundi.


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