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ÖDP- Ortsverband übt Kritik an Söders Aufweichung der Zersiedlungsvermeidung

Freyung. Im Rahmen einer Vorstandssitzung des ÖDP-Ortsverbandes Freyung berichtete die Vorsitzende Elisabeth Tesche von den Plänen der Staatsregierung für die Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms für Bayern. Sie kritisierte die von CSU-Finanzminister Söder eingebrachte Lockerung des Anbindegebotes für Gewerbebauten im LEP. „Die von Minister Söder und der CSU-Staatsregierung vorgesehene Verwässerung des Anbindegebots wird zu einer Ansammlung von Scheußlichkeiten entlang der Schnellstraßen unseres schönen Bayern führen und zu einem Siedlungsbrei, wie man ihn aus europäischen Nachbarländern kennt“, meinte Tesche.

Das Anbindegebot besagte bisher, dass Gewerbegebiete an bestehende Siedlungen anzugliedern sind und außerhalb von Ortschaften nicht willkürlich auf der grünen Wiese ausgewiesen werden können. Tesche bezieht sich dabei ausdrücklich auf den ehemaligen Landtagspräsidenten Johann Böhm (CSU), der als Präsident des Landesvereins für Heimatpflege wiederholt vor problematischen Zersiedlungen wie in Oberitalien gewarnt hatte.

Im Rahmen der Anhörung der Städte und Gemeinden beantragt die ÖDP-Fraktion im Freyunger Stadtrat daher, „die Beibehaltung der bisherigen Regeln zum Anbindegebot, um eine weitere Zersiedelung in Bayern zu vermeiden“, so Tesche.

Die Vorstandschaft beschäftigte sich auch mit weiteren Themen, wie z.B. mit der Gartenschau, nachdem auch schon einige Anwesende bei der Stadt Vorschläge eingereicht hatten.

Barbara Weishäupl schlug vor, Selbstversorgergärten vorzustellen und auch das Stadtinnere grüner zu gestalten. Sabine Schmid-Boitz regte an, den Shuttle-Dienst für die Besucher mit umwelt-freundlichen Bussen durchzuführen. Auch das Projekt „Slow Flowers“ könnte, im Sinne der Nachhaltigkeit, zum Einsatz kommen. Dabei geht es darum, einheimische alte Blumen zu pflanzen, wobei die Beete auch nach der Gartenschau bestehen bleiben und man die Pflanzen, als Selbstpflücker, erwerben kann - statt der von weit her angelieferten Treibhausware.

Michael Köberl, stellvertretender Ortsvorsitzender, erinnerte an die begrüßenswerte Aktion „Die grüne Hausnummer“, die als städtisches Projekt vom Klimamanager Markus Linkenheil im Stadtinfoblatt vorgestellt worden ist. „Umweltbewusstes Bauen und Wohnen wird ausgezeichnet und spart Energie und Geld“, erklärte er und ermunterte zum Mitmachen.

Einige Vorstandsmitglieder brachten auch Vorschläge für Anfragen im Stadtrat ein, die sich primär um Ökologie und Umweltschutz drehen.

Vor der  Sitzung besichtigten die Teilnehmer und weitere Interessierte das Heizhaus der Freyunger Nahwärme und ließen sich vom Klimamanager der Stadt, Markus Linkenheil, die Anlage erläutern und über den neuesten Entwicklungsstand berichten. „Es ist ein Projekt, das ganz im Sinne unserer ökologischen Ausrichtung steht“, so Vorstandsmitglied Christel Kern.


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