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ÖDP: Potenzialanalyse für einen Regelbetrieb der Ilztalbahn von großer Bedeutung

Enorme Zukunftschancen für Berufstätige durch Bahnverbindung nach Passau

Freyung: Die Ökodemokraten im Landkreis Freyung-Grafenau wenden sich mit einem offenen Brief an Franz Meyer, den Landrat des Landkreises Passau. Darin kritisieren Sie die ablehnende Haltung des dortigen Kreistags für eine Potenzialanalyse in Sachen Ilztalbahn. „Diese Potenzialanalyse würde beinhalten, dass die Zahl möglicher Fahrgäste auf der Strecke der Ilztalbahn ermittelt werden“, erklärt ÖDP-Kreisvorsitzende Renate Ruhland. Entsprechend positive Ergebnisse seien jedoch die  Voraussetzung für einen Regelbetrieb der Bahn. „Sowohl der Kreistag Freyung-Grafenau als auch die Städte Freyung, Waldkirchen und Passau haben eine Potenzialanalyse befürwortet, aber der Landkreis Passau als weitere kommunale Gebietskörperschaft lehnte diese ab, sodass  sie nun nicht durchgeführt wird“,  bedauert Kreisvorstandsmitglied Michael Köberl.

„Diese Potenzialanalyse wäre für Landkreise und Kommunen völlig kostenfrei“, betont der Waldkirchener Ortsvorsitzende Ernst Berlinger „und erst nach Vorlage der Ergebnisse wird entschieden, wie es mit der ÖPNV-Struktur weitergeht.“ Doch offenbar sei es so, dass der Landkreis Passau  jede Veränderung des ÖPNV, auch hier in Freyung-Grafenau, mehr als skeptisch sehe. Dabei könne ein Regelbetrieb der Bahn im Stundentakt, wie er von den Verantwortlichen der ITB angestrebt wird, enorme Entwicklungschancen für unsere Region bieten.

 „Durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt könnten viele Berufstätige einen Teil ihrer Arbeit in Home-Office erledigen. Da auch der ländliche Raum zunehmend mit leistungsfähigen Internetverbindungen versorgt wird, wird das Arbeiten zuhause leichter und attraktiver“, meint Vorstandsmitglied Josef Pauli. Qualifizierte Arbeitskräfte könnten aus den Großstädten in den Bayerischen Wald ziehen, hier die Lebensqualität und niedrigeren Lebenshaltungskosten genießen und bei Bedarf  zwei – bis dreimal pro Woche bequem per Bahn zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. „Auch Studenten, die oft teure Wohnungen in Passau mieten müssen, könnten zuhause wohnen und mit der Bahn jederzeit zu ihren Vorlesungen fahren“, gibt die Ortsvorsitzende Elisabeth Tesche zu bedenken. Oder auch Professoren, die nicht jeden Tag anwesend sein müssen. Den morgendlichen Staus auf der B 12 weit vor der Stadtgrenze Passaus könnte man auf diese Weise entgehen.

Kreisrat Erwin Pauli stellt vor allem heraus, dass seit vielen Jahren überzeugte Anhänger der Ilztalbahn für die Reaktivierung gekämpft hätten. Jetzt sei, durch einen enormen Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher,  eine touristische Nutzung mit großem Erfolg etabliert worden. „Und nun soll es das gewesen sein?“, fragt sich Pauli. „Wir im Landkreis Freyung-Grafenau stehen der ergebnisoffenen Potenzialanalyse aufgeschlossen gegenüber, lediglich der Landkreis Passau mauert!“

Sabine Schmid-Boitz ist vor allem ein Anliegen, dass angesichts des demographischen Wandels eine gut funktionierende Bahnverbindung die Mobilität auch für Senioren gewährleiste.

Aus all diesen Gründen appellieren die ÖDP‘ler an Landrat Franz Meyer, die „berechtigten Interessen der Bevölkerung in unserem Landkreis nicht aus den Augen zu verlieren“ und die Entscheidung gegen eine Potenzialanalyse nochmals zu überdenken.


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