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ÖDP besucht das TAZ in Spiegelau und erhält umfassende Informationen

Prof. R. Förg: „Glas ist wertvoll und äußerst vielseitig verwendbar“

Spiegelau. Woran wird eigentlich am Technologie Anwender Zentrum (TAZ) in Spiegelau geforscht? Welche Rolle spielt Glas in diesem Zusammenhang? Diese und andere Fragen waren es, warum die ÖDP der Einrichtung einen Informationsbesuch abstattete. Hans Haller hatte auch zwei interessierte Gäste mitgebracht, die als  Asylbewerber in Mauth untergebracht sind und die er, vor allem durch Deutschunterricht, derzeit betreut. Und so nahm sich der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Raimund Förg ausgiebig Zeit für einen Vortrag und eine Führung durch die Räumlichkeiten. Aber auch der Spiegelauer Bürgermeister Karlheinz Roth ließ es sich nicht nehmen, die ÖDP-Gruppe am Campus willkommen zu heißen und ihnen vorab einiges zu erklären. Roth betonte, dass es ihm als Bürgermeister und Vorsitzenden des Fördervereins vor allem darum gehe, das TAZ „mit Leben zu erfüllen, es für die gesamte Bevölkerung zu öffnen und auch für Existenzgründer Anlaufstelle zu sein.“ Im anschließenden Vortrag teilte Prof. Förg mit, dass das gesamte Areal  2300 Quadratmetern umfasse und bei insgesamt fünf Laboren 10 Mitarbeiter beschäftigt seien. Als die wesentlichen Tätigkeits- und Forschungsbereiche stellte Prof. Förg vor: Schmelztechnologie, Heißformgebung, Blankpresstechnologie und Oberflächentechnik. Mit seinen umfassenden Kenntnissen und mit seiner Begeisterung für Glas und seine Arbeit erklärte er den Anwesenden, welche technischen Apparaturen vorhanden sind, was diese leisten können und in welcher Hinsicht man Forschungen betreibt. Auch wenn teilweise Kenntnisse in Physik vonnöten gewesen sind, verstand es Prof. Förg, äußerst anschaulich und auch für Laien verständlich, die Vorgänge zu erklären. „Glas ist ein so wertvolles Material, das aber leider häufig zu wenig geschätzt wird“, betonte Förg. „So sind zum Beispiel Trinkgläser einfach wenig beachtete Alltagsgegenstände geworden.“ Vor allem wenn man bedenke, was man aus Glas herstellen und zu welchen Zwecken man es verwenden kann, komme man zum Nachdenken und einer angemessenen Wertschätzung. Linsen, Ultraschallsensoren aus Glas, Röntgenspiegel, mit Glasteilchen versetzter sogenannter „Solarputz“ – die Liste sei lang und es gelte, immer weiter zu forschen. Als Ziel proklamierte Prof. Förg, die jahrhundertealte Tradition der Glasmacherregion zu erhalten und weiterzuentwickeln. „Wenn es uns gelingt, ein nordostbayerisches Glaszentrum zu errichten, könnte das eine ähnliche Bedeutung haben wie das amerikanische Silicon Valley“, so der Zukunftstraum Prof. Förgs. Auch ihm ist es, wie dem Bürgermeister, ein echtes Anliegen, Kontakte nicht nur zur Wirtschaft zu knüpfen, sondern auch zur gesamten Bevölkerung. So gibt es bereits zahlreiche Führungen, Vorträge und auch eine Kinderuni. Geplant sind ein Maschinenseminar und ein Tag der offenen Tür. Alle Anwesenden waren angetan von dieser kurzweiligen und informativen Veranstaltung und Kreisvorsitzende Renate Ruhland bedankte sich bei Prof. Förg mit einem glasumhüllten Getränk.

Auf der sich anschließenden Kreisvorstandssitzung im Gasthaus Genosko ging es vorwiegend um Organisatorisches rund um den Landesparteitag am 27. Juni in Dingolfing und den ÖDP-Ausflug nach Finsterau am 19. Juli. Daneben wurden auch die Vorbereitungen des Besuchs von Prof. Klaus Buchner in Freyung besprochen. Der ÖDP-Europaabgeordnete und Experte in Sachen TTIP wird am 25. September im Freyunger Gasthaus zur Post einen Vortrag halten und zu diesem geplanten, aber zunehmend stärker kritisierten  Freihandelsabkommen mit den USA viele Informationen bereit halten.


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