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"GeschwisterHiebe" begeistern Freyunger Publikum

"Türständer" als Einlasskontrolleure auch im Himmel

Freyung. Einen äußerst unterhaltsamen Kabarettabend erlebten die rund 80 Besucher im Kleinen Kursaal mit der Passauer Gruppe "GeschwisterHiebe", die auf Einladung des ÖDP-Ortsverbandes gastierten. Ursi Limmer-Keim, Christian Keim und Matthias Limmer verstanden es, mit Spielfreude, ironischen Texten und gekonnt interpretierten Musiknummern dem Publikum zu gefallen, das ingesamt drei Zugaben "erklatschte".

"So sind wir noch nie in einer Stadt empfangen worden", freute sich Ursi Limmer-Keim, "mit hupendem Autokorso und Deutschlandfähnchen!" Grund war natürlich das kurz zuvor beendete erfolgreiche Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien.

Der Abend begann und endete mit Sketchen rund um den "Türständer". Zunächst vor einem Tanztempel, dem "Bienenkorb". Eine nicht mehr ganz junge Tanzmaus gelangt nach einem bezirzenden Lied nach der Melodie von "Hey, Big Spender" endlich in die Räumlichkeiten und trifft dort ihren Ex-Schulkameraden und Ex-Bettnässer. Obwohl auch er sich nur ungern an seine Schulkameradin erinnert, nähern sie sich an, denn vielleicht geht ja was...

Auch der Eingang in den Himmel ist von einem "Tür-Angel" bewacht. Schließlich stellt sich heraus, dass zwei ehemalige Erdenbürger das "Casting for Paradise" verpasst haben und deshalb nachholen müssen. Viele Prominente sind schon da, beispielsweise Seehofer und Beckenbauer. Auf die verwunderte Frage, wie das bei deren "Frauengeschichten" möglich sei, gibt der "Tür-Angel" die lapidare Antwort: "Der Chef und sei Bua sind eben nicht fundamentalistisch".

Viele witzig-humorvolle Szenen schlossen sich an. So die "entscheidende Frage" an den Sohn an seinem vierten Geburtstag, was er denn mal werden wolle. Dessen Antwort "Polizist oder Bankräuber" kontern die notorisch erfolglosen Eltern mit dem Vorschlag, doch in die volkstümliche Musikszene einzusteigen. Passenderweise liegt als Geschenk eine "Quetschn" bereit, mit der der Bub nun täglich drei Stunden üben müsse, bis ein weiterer Florian Silbereisen aus ihm werde. Und falls das allein nicht genüge, solle er halt im Dschungelcamp "im Dreck baden und Kakerlaken fressen."

Bei einer der Zugaben wurde das Publikum aktiv miteinbezogen, aber man müsse "scharf mitdenken". Nach der Melodie "Und wer im Januar geboren ist..." sollten den Fragen gemäß die entsprechenden Leute aufstehen. Bei der Frage, wer schon mal ÖDP gewählt habe, erhob sich fast der gesamte Saal, während sich bei der nächsten "Denkaufgabe" keiner von seinem Sitz erhob. Offensichtlich hatte noch niemand "Kamasutra gemacht". Die erstaunte Reaktion von Ursi Limmer-Keim: "In anderen Städten waren es immer ganz viele! Aber wahrscheinlich haben sie das alle mit Karaoke verwechselt." Als die Frage kam, wer von den Anwesenden zum ersten Mal die "GeschwisterHiebe" gesehen haben, verdeutlichte die Mehrheit durch ihr Aufstehen, dass für sie der Besuch eine Premiere war. An den Reaktioen war aber erkennbar, dass man von den Kabarettisten begeistert war und sie auf jeden Fall wieder sehen möchte.


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