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ÖDP appelliert an die Landwirte in Bayern

Vormarsch der Gentechnik Einhalt gebieten

Freyung: Nach der Zulassung der genmanipulierten Kartoffelsorte "Amflora" durch die EU-Kommission bittet der ÖDP-Ortsvorstand die Landwirte, diese nicht anzubauen. Die Ortsvorsitzende Elisabeth Riedl erklärt: "Diese Zulassung des Anbaus ist ein trauriger Sieg des Lobbyismus über die Ethik. Der Chemiekonzern BASF und maßgebliche Politiker verfügen offensichtlich nicht über jene Grundtugend, welche die bäuerliche Landwirtschaft seit jeher auszeichnet, nämlich vorausschauende Verantwortung." Riedl hofft, dass "Amflora" an dieser bäuerlichen Tugend scheitern werde. Selbst wenn die genmanipulierte Kartoffel nicht für Nahrungszwecke gedacht sei, stelle sie doch einen gravierenden Eingriff in die Natur dar. Ohne zwingenden Grund würden Konzerninteressen durchgesetzt, und zwar gegen den Willen der Mehrheit in der Bevölkerung. Auch die stellvertretende Ortsvorsitzende Elisabeth Tesche kritisiert den zunehmenden Vormarsch der Gentechnik. Nun habe das Europäische Patentamt den Einspruch verschiedener Organisationen gegen das umstrittene Kuhpatent abgewiesen. 2007 war das Patent auf bestimmte Zuchtverfahren für Kühe mit besserer Milchleistung sowie entsprechender Gene erteilt worden. "Die Milchbauern fürchten nicht nur, dass verändertes Erbgut in die eigenen Tiere gelangen könne", so Tesche. Es bestehe außerdem die große Gefahr, dass Bauern lizenzpflichtig werden. Nur durch ein entschiedenes Nein der Bauern könne man den Vormarsch der Gentechnik in der Landwirtschaft verhindern.


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