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TETRA-Funkmast soll in Freyung gebaut werden

Digitaler TETRA-Behördenfunk beunruhigt viele Menschen



Am 07.11.2011 wurde in der Stadtratssitzung in Freyung gegen die Stimmen der beiden ÖDP-Stadträtinnen
Renate Ruhland und Elisabeth Tesche die Baugenehmigung für einen
Funkmasten für TETRA-Funk auf dem Geyersberg in Freyung erteilt.  Auch der Antrag von Elisabeth Tesche,
eine Vertagung der Entscheidung herbeizuführen, um weitere Informationen über diese Technik
und die bisherigen Erfahrungen von Kommungen einzuholen, konnte das Gremium nicht umstimmen.
Diese Antrag wurde von allen anderen Stadtratsmitgliedern abgelehnt. Wie Elisabeth Tesche
ausführte,  handelt es sich um eine gepulste, digitale, dauernd sendende Funkstation. Diese Technik ist durchaus
umstritten. Sie wird in verschiedenen Quellen als veraltet, unzuverlässig, sehr teuer und vor allem
als gesundheitsschädlich dargestellt. Sehr viele Gemeinden wehren sich gegen diese Technik (nur
ein Beispiel: Burghausen).

Besorgniserregend ist die Tatsache, dass Tetra-Basisstationen  immer mit voller Leistung senden.
Die Frequenz liegt zwischen 390 -395 MHz, das heißt, die Eindringtiefe der Strahlung in Materie,
also auch in Lebewesen ist höher als beim herkömmlichen Mobilfunk und damit noch schädlicher.
In Großbritannien prüfen 176 Polizistinnen und Polizisten, die mit Tetrafunk ausgerüstet sind, die
Möglichkeit einer Klage gegen ihren Dienstherren wegen Gesundheitsschäden.
Unter Technikern gilt das Tetra-System als veraltet.
In Bezug auf Datenübertragung sind moderne Handys bis zu 1000 mal besser.
Tetra soll wegen hohem Stromverbrauch nur eingeschränkt notstromfähig sein.
Erfahrungen aus den Niederlanden: Vier Feuerwehrgewerkschaften fordern eine Rückkehr zum
analogen System, da Tetra zu oft ausfällt.
Tetra ist nicht kompatibel mit dem Funk Tetrapol, den Tschechien und die Bundeswehr benutzt.
Noch kurz zu den Kosten.
Die laufenden Unterhaltskosten, die wegen ständigen Grundpegels selbst ohne Datenverkehr sehr
hoch sind, müssen durch die jeweiligen Gemeinden getragen werden.
Gewerkschaft der Polizei: 30.11.2010
„Kostenexplosion und ungenügende Abdeckung des Einsatzraums machen die Beibehaltung und
Wartung der alten analogen Funkgeräte für unabsehbare Zeit für erforderlich.“

In Notfällen ist ein funktionierendes, wenig störanfälliges Funksystem notwendig, dessen
schädliche Wirkung auf die Bevölkerung und Nutzer sollte möglichst gering sein. Das alles erfüllt
Tetra scheinbar nicht. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass derzeit Bürgerinitiativen bayernweit
aus dem Boden schießen. Sie fordern mehr Transparenz und letzten Endes einen Stopp des milliardenschweren
Ausbaus für Behörden und Organisationen. Hinweise für eine mögliche Gesundheitsgefährdung von Mensch und
Tier sind vorhanden.






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