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"Die Genkonzerne werden nicht den längeren Atem haben!" - Auch zweitgrößte Gen-Maisfläche in Bayern zurückgezogen

Suttner: "Bayern wäre jetzt fast gentechnikfrei, wenn die CSU den Saatgut-Konzernen keine Staatsgüter zur Verfügung stellen würde!"

Nach der Rücknahme des mit 30.000 qm größten bayerischen Gen-Maisfeldes in Weißenfeld (Gemeinde Vaterstetten) im Landkreis Ebersberg hat nun auch der Landwirt Josef Ammer aus Haarbach (Landkreis Passau) angekündigt, die angemeldete Aussaat von Gen-Mais zurückzuziehen (Passauer Neue Presse vom 28.4.2006). Damit ist auch das zweitgrößte bayerische Gen-Maisfeld mit 20.000 qm vom Tisch.

 

"Wir sind froh und danken Herrn Ammer für seine Entscheidung. Die Rücknahme des Genmaisanbaus zeigt, dass man mit einem friedlichen bürgerlichen Protest doch etwas bewegen kann", erklärte ödp-Landesgeschäftsführer Urban Mangold, der zuletzt einen Ostermarsch zum Gen-Maisfeld mit 500 Teilnehmern organisiert hatte. Eine wichtige Rolle habe auch die gentechnik-kritische Haltung zahlreicher Haarbacher Landwirte gespielt. Dass die ödp die Öffentlichkeit über den geplanten Anbau informiert und damit eine Debatte ausgelöst habe, war "richtig und notwendig". In mehreren Kreisen (Amberg-Sulzbach, Landshut, Deggendorf ...) seien daraufhin die Flächen ganz oder teilweise zurückgezogen worden.

 

"Bayern wäre jetzt fast gentechnikfrei, wenn nicht die CSU den Gen-Konzernen gegen den Willen der Verbraucher und der meisten Landwirte die Staatsgüter des Freistaates zur Verfügung stellen würde", erklärte ödp-Landesvorsitzender Bernhard Suttner. Die ödp wird nun Anfang Mai die landesweit gesammelten Unterschriften für eine Landtagspetition einreichen, mit der die Aufnahme der gentechnikfreien Landwirtschaft in das Landesentwicklungsprogramm gefordert wird. Falls der Landtag zustimmt, könne Stoiber nicht länger auf den landwirtschaftlichen Gütern des Staates Genanbau zulassen.

 

Suttner: "Der große Erfolg bei den privaten Flächen in vielen Landkreisen spornt uns an, auch in den nächsten Jahren die Entwicklung landesweit kritisch zu verfolgen. Monsanto und die anderen Genkonzerne werden nicht den längeren Atem haben, sondern die breit aufgestellte Bewegung von Verbrauchern und Landwirten gegen eine überflüssige und gefährliche Technologie".


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