Kreuzschifffahrtstourismus mit Fäkalien-Problem:

Verschärfte Passauer Lände-Ordnung bald Vorbild für andere Donaustädte?

Passauer Bürgermeister Urban Mangold vereinbart Schulterschluss mit ÖDP-Kollegen in Straubing und Regensburg

Passau. Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) rechnet damit, dass die verschärfte Passauer Lände-Ordnung auch bald in anderen Donaustädten angewandt wird. Gegen Kreuzfahrtschiffe, die die Donau mit ungeklärtem Abwasser verschmutzen, soll ein Anlegeverbot ausgesprochen werden können. So wurde es in Passau auf Initiative der ÖDP bereits beschlossen. Der 2. Bürgermeister Urban Mangold hat inzwischen mit seinen ÖDP-Kollegen in Straubing und Regensburg Kontakt aufgenommen. Dort soll in der neuen Amtsperiode ebenfalls eine entsprechende Initiative nach Passauer Vorbild gestartet werden.

Zum Hintergrund: Das Landesamt für Umwelt lässt mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei überprüfen, ob das internationale CDNI-Abkommen zur Sammlung der Abfälle von Kreuzfahrtschiffen eingehalten wird. "Es werden auch Bußgelder verhängt, aber einzelne Schiffsbetreiber bezahlen das offenbar aus der Portokasse und reparieren die defekte Schiffskläranlagen trotzdem nicht. Die Fäkalienbrühe läuft dann einfach weiter in die Donau. Dafür haben die Bürgerinnen und Bürger bestimmt kein Verständnis. Das darf so nicht weitergehen", forderte Mangold bereits im letzten Jahr. Auch der Bezirksfischereiverein Passau beklagte sich hierüber.

Der Passauer Stadtrat hat auf die ÖDP-Initiative reagiert und die Ländeordnung im Dezember verschärft. Die Stadt kann in solchen Fällen nun ein Anlegeverbot aussprechen. Urban Mangold hat am Freitag (06.03.2020) mit den ÖDP-Fraktionen in Straubing und Regenburg ein gemeinsames Vorgehen vereinbart. Die Donaustädte sollten diesen Auswüchsen des Kreuzschifffahrttourismus geschlossen entgegentreten, fordert der ÖDP-Politiker.

Hintergrundinfo zum CDNI-Abkommen und den Aktivitäten des LfU: https://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/cdni/index.htm


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