Strahlenbelastung soll reduziert werden:

Mangold will größeren Abstand zwischen Mobilfunksendern und sensiblen Bereichen

 

Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) will die Mindestabstände von Mobilfunksendemasten zu Passauer Kindergärten, Schulen, reinen Wohngebieten und anderen sensiblen Bereichen vergrößern. Die Stadt Passau kann zwar den Mobilfunkbetreibern nichts vorschreiben, weil Sendemasten unter zehn Meter Höhe genehmigungsfrei sind. Der Umweltausschuss wird aber angehört und kann den Mobilfunkkonzernen nahelegen, sich nach anderen, weniger problematischen Standorten umzusehen. Hierfür sollte der Umweltausschuss unter dem Aspekt der Gesundheitsvorsorge die Kriteren ändern, meint Mangold.

 

In der letzten Amtsperiode des Stadtrates wurden Sendemasten, die mindestens 75 Meter von sensiblen Bereichen entfernt waren, positiv beurteilt. Bürgermeister Urban Mangold schlägt vor, diesen Mindestabstand auf ungefähr 200 Meter zu vergrößern, "um die Strahlenbelastung zu minimieren". Umstrittene Sendemasten wie der auf der Zweigstelle des Finanzamtes in der Innstadt - gleich neben Sportanlage und Grundschule - sollten künftig anders als bisher beurteilt werden, fordert Mangold.

 

Zwar kommen derzeit nur noch vereinzelt neue Sendemasten zum bestehenden Netz hinzu. Allerdings stelle sich bei mehreren Alt-Standorten wegen auslaufender Vertragszeiten schon bald die Frage, ob diese auch in Zukunft bestehen bleiben.

"Wir sollten alles tun, um die Bestrahlung durch Sendemasten zu reduzieren. Die Stadt hat es dabei aber nicht leicht, weil die Staatsregierung darauf beharrt, das Sendemasten genehmigungsfrei bleiben sollen", bedauert Mangold. Die ÖDP fordert dagegen seit langem "öffentliche Genehmigungsverfahren mit Nachbarschaftsbeteiligung - wie bei anderen Bauvorhaben auch üblich".


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