Regenwürmer

Bei einer Tagung über Fragen des vorbeugenden Hochwasserschutzes konnte ich vor Kurzem einen praktizierenden Landwirt als Referenten erleben: Der konventionell wirtschaftende Bauer stellte sein Konzept zur gezielten Erhöhung der Bodenqualität vor. Mit überzeugenden Messdaten und Vergleichsbildern wies der Referent nach, dass ein humusreicher, nicht verdichteter Boden, in guter Gare stehend und sorgfältig in Fruchtfolge genutzt nicht nur sehr viel Niederschlagswasser aufnehmen kann, sondern dieses auch in Dürreperioden für den Bewuchs bereithält. Gute Erträge sind die Folge.

Die interessanteste Forderung sparte sich der Referent für den Schluss seines Vortrages auf: „Alle Zahlungen an die Landwirte sollten sich nach der Anzahl der Regenwürmer pro Quadratmeter Boden bemessen.“ Heiterer Beifall war dem Mann gewiss. Aber im Grunde hat der Bauer recht: Zahlungen an die europäischen Landwirte müssen an qualitative Bedingungen geknüpft werden.


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