Diesmal nicht Griechenland – diesmal Schweden

Waldbrände – da dachte man bisher an Kalifornien, an Griechenland, an Portugal. Jetzt brennen die Wälder in Schweden. Dort hofft man nicht nur auf Hilfe von außen, sondern vor allem auf Regenwetter. Ein hochindustrialisiertes Land, wohlorganisiert, scheitert an einer Naturgewalt und hofft auf „Hilfe von oben“, weil die eigenen Kräfte zu schwach sind.

Gibt es noch eindringlichere Warnzeichen? Wie bei den großen Sturmkatastrophen der letzten Jahre fehlt auch bei den Waldbränden in Schweden der direkt nachweisbare, kausale Zusammenhang mit dem Klimawandel. Fest steht, dass die Ursachen der Katastrophe außergewöhnlich hohe Temperaturen und extreme Niederschlagsarmut über sehr lange Zeiträume sind.

Mir zeigen die schwedischen Ereignisse, dass auch optimal organisierte Gesellschaften bei gewaltigen Naturereignissen hilflos sein können. Nur die Vorbeugung, nur die rechtzeitige Reaktion auf Warnzeichen können uns schützen. Dass angesichts der Lage eine radikale, weltweite Klimaschutzpolitik immer noch nicht stattfindet, ist kaum zu glauben. Offensichtlich hat die Menschheit kein Sensorium für die Gefährdung ihrer Lebensvoraussetzungen.


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