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Vor-Gauck-eln

Vor-Gauck-eln ist der neue Politikstil von schwarz-gelb bis rot-grün. Da hat der verflossene Bundespräsident Christian Wulf, seinerzeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel aus dem Hut gezaubert, einmal mehr vor Augen geführt, wie das System aus Parteispenden und engster Verquickung von politischer und wirtschaftlicher Macht funktioniert und dabei die Demokratie ruiniert. Und direkt nach seinem erzwungenen Rücktritt karteln mehr oder weniger die gleichen Leute wie beim letzten Mal den neuen Präsidenten aus – nun darf Joachim Gauck ran, weil rot-grün der FDP die Chance gegeben hat, mit dieser Personalie die Kanzlerin zu erpressen. Dass sich der frühere Bürgerrechtler für diese Karnevals-Posse hergibt ist schade und lässt für seine Präsidentschaft wenig hoffen. Damit sich die Parteien den Staat nicht vollends zur Beute machen bedarf das System der repräsentativen Demokratie dringend einer direktdemokratischen Korrektur und Ergänzung, wie sie etwa in der Wahl des Bundespräsidenten durch das Volk zum Ausdruck käme. Dann müssten sich die Bürger auch nicht so „vorgeGauckelt“ und verschaukelt vorkommen.

Eingesandt von: Ulrich Hoffmann, Weißenhorn


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