29.02.2012

Hände weg von der Elternzeit

Die ÖDP warnt die Politik eindringlich davor, die Elternzeit von drei auf zwei Jahre zu verkürzen. „Wem es wirklich um das Wohl von Kindern und Familien geht, der kann solchen familienfeindlichen Überlegungen nur entschieden widersprechen“, so der familienpolitische Sprecher der bayerischen ÖDP, Ulrich Hoffmann.

Hoffmann bezieht sich auf Pressemeldungen, die aus dem noch unveröffentlichen Achten Familienbericht der Bundesregierung zitieren. Darin werde die gesetzliche Dauer der Elternzeit von drei Jahren als insgesamt fragwürdig eingeschätzt und einer Verkürzung der Elternzeit auf zwei Jahre das Wort geredet. „Wenn dann die sogenannten Experten diese Verkürzung mit der großen organisatorischen und finanziellen Belastung für die Unternehmen begründen, dann wird sehr deutlich, dass die Zielperspektive eben die wirtschaftskompatible Familie ist, nicht die familienkompatible Wirtschaft“, so Hoffmann.

Niemand frage nach der organisatorischen und finanziellen Belastung der Familien und den daraus resultierenden gravierenden Folgen in erster Linie für die Kinder. „Von einer Familienministerin erwarte ich, dass sie auf solche Experten, wie sie sich offensichtlich im Achten Familienbericht verbreiten durften, nicht hört, sondern auf eine zukunftsorientierte Familienpolitik setzt, die endlich Kindern den Raum zum Wachsen gibt und Familien durch eine gerechte Ausgestaltung des momentan amputierten Generationenvertrages hilft, ihren unersetzbaren Aufgaben für die gesamte Gesellschaft nachzukommen“, so Hoffmann, der auch Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Familie der ÖDP ist.

Kategorie: Familien, Jugend, Soziales, Arbeit / Wirtschaft

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Aschermittwochsrede von Bernhard Suttner am 13. 2. 2013 in Passau

13.02.2013

Bernhard G. Suttner
Meine sehr geehrten Damen und Herren, vor 40 Jahren bewegte ein Buch die Industriegesellschaft. Zu diesem Jubiläum hat die SZ zum Jahreswechsel 2012/2013 einen der Mitautoren interviewt. Ich möchte zu diesem Aschermittwoch 2013 eine etwas anders geartete Rede halten. Ich möchte Ihnen dieses Interview zur Lektüre anbieten und meinen Senf dazu geben. Manchmal als Bestätigung der Thesen des Autors, manchmal aber auch im Widerspruch zu ihm.