07.01.2011
Massentierhaltung
und Billig-Ideologie sind die Ursachen der periodisch wiederkehrenden Skandale rund um sog. Lebensmittel, die - genau betrachtet - diesen Namen gar nicht verdienen! Wer zigtausende von Tieren in Industriehallen hält, wer Preise vom Discounter diktiert bekommt, wer früher einmal Bauer war und heute nur noch Tierhalter ist, der muss Futter von irgendwo von irgendwem herbeikarren lassen, zu billigsten Preisen und ohne das Wie und Was der Herstellung kontrollieren zu können. Es war das industriell zusammengemantschte Futter, das uns seinerzeit den Rinderwahn bescherte. Es ist das absurd komponierte Futter, das heute Hühner und Ferkel mit Dioxin anreichert. Nur eine Abkehr von der Massentierhaltung, nur die Hinwendung zur bäuerlichen Landwirtschaft kann diesen Irrsinn stoppen.


Vorhandene Kommentare
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Eine bäuerliche Landwirtschaft und die damit verbundene Tierhaltung ist eine Illusion. Biofleisch oder Fleisch vom Metzger zu kaufen ist ebenso trügerisch. Der einzige Weg diesen ökologischen Wahnsinn zu beenden ist der Verzicht auf den Fleischkonsum. Wir haben nicht das Recht Tieren das Leben vorzuenthalten und sie in unseren Küchen zu zerhacken. Es gibt ausreichend Möglichkeiten sich tierleidfrei zu ernähren und gleichzeitig die mit dem Fleischkonsum verbundene Umweltzerstörung zu beenden. Nicht Bio, nicht vegetarisch, Vegan ist die Ernährung der Zukunft.
Peter Druschba
Der Kommentar zu dem Text von Herrn Suttner ist absolut richtig. Von der bäuerlichen Landwirtschaft sprechen viele Parteien, aber wie soll man demnächst 10 Milliarden Menschen weltweit ernähren und zu welchen Umweltkatastrophen wird das führen? Die Verringerung des Fleisch-, Milch- und Eikonsums muss entscheidend mithelfen, um das Gleichgewicht auf dem Planeten zu bewahren. Hier erwarte ich klare und deutliche Worte von der ÖDP und nicht die abgedroschenen Floskeln, wie man sie auch bei den Grünen oder anderen Parteien finden kann. "Die bäuerliche Landwirtschaft wird es schon richten" ist ziemlich eindimensional und oberflächlich gedacht. Das Bewußtsein der Menschen und Verbraucher muss sich ändern. Wer von Klimaschutz und ökologischem Fußabdruck spricht, der muss bereit sein, seine Lebensweise umzustellen, falls er glaubwürdig bleiben möchte. Also liebe ÖDP: bitte konsequent, nachvollziehbar und ganzheitlich argumentieren!
Lieber Herr Suttner,
wir respektieren Sie und Ihre Arbeit sehr aber Ihr Kommentar könnte zur Zeit wirklich jeder unterschreiben. Als junge ÖDP-Mitglieder erwarten wir aber deutlich mehr Klartext von Ihnen.
Ein Zurück zur bäuerlichen Landwirtschaft wird es nicht mehr geben und das wissen Sie auch. Wer soll denn die riesigen Fleischmengen produzieren? Die Bauern in der Gegend etwa?
Den täglichen Fleischverzehr sehen viele Konsumenten als gottgegebenes Menschenrecht an. Die tierquälerischen Methoden bei Fleisch-, Milch- und Eiproduktion, übr. auch in der Bio-Branche, schreien seit Jahren zum Himmel. Gerade bei uns in Straubing der große Schlachthof oder die Geflügelhölle bei Bogen (beide gut versteckt, weder Wiese noch Hof) haben wir stets vor Augen. Von den Umweltbelastungen ganz zu schweigen. So könnte ein Veganer ohne schlechtes Gewissen ein 14l - Oberklassefahrzeug 50000 Km /Jahr fahren, reuelos um die Welt fliegen und sein CO2-Fußabdruck könnte sich noch immer sehen lassen im Gegensatz zum normalen Fleischesser.
Die Wahrheit muss endlich auch von einer Partei (also natürlich der ÖDP) ausgesprochen werden: Mehr als 1x Fleisch/Wurst pro Woche ist zuviel, Milch gibts auch auf Pflanzenbasis, viel weniger Eier! Auch im Blick auf die Welternährung. Ein Steak = 1000l Wasserverbrauch oder anders: 100g Fleisch ergeben 1000g vergleichbares Sojaprodukt, d.h., unser Schlachtvieh frisst tatsächlich die dringend benötigten Anbauflächen für die Menschen in den Entwicklungsländern kahl.
Also bitte nicht einfach nur zurück zur bäuerlichen Landwirtschaft und dann is gut, sondern hin zum wirklich aufgeklärten Konsumenten, der weiß, was er isst und kauft und auch von den vielseitigen, leckeren Alternativen erfährt.
Oh, jetzt muss ich aufhören, bei uns gibts gleich Abendessen, Gulasch, vegan.
Herzliche Grüße aus Straubing