06.05.2011
Fatale Pläne
werden in Berlin geschmiedet: Windkraft aus „off-shore“-Anlagen soll besser vergütet werden, die Erzeugung im Binnenland schlechter. Anlagen draußen im Meer sind aber so kapitalintensiv, dass sich nur große Konzerne hier engagieren können. Windkraft im Binnenland ist in der Regel eine Sache mittelständischer Firmen, mehr und mehr sogar von Bürger-Genossenschaften. Ein Schelm wer Böses denkt: Will Schwarz-Gelb den „großen Vier“ der Atomwirtschaft eine goldene „off-shore-Brücke“ ins Zeitalter der erneuerbaren Energien bauen? Ich meine, dass man die Windkraft im Binnenland stärken muss, weil dann auch der Ausbau des Leitungsnetzes maßvoller ausfallen könnte – je näher man Erzeugung und Verbrauch zueinander bringt, desto besser! Bayern muss den neuen Berliner Plänen widersprechen.


Vorhandene Kommentare
Seite 1
Kann der Schuss mit dem Euratom -Ausstieg langfristig nicht auch nach hinten losgehen? Ist Euratom nicht die Plattform, von der aus wir (Deutsche) den Europäischen Atomausstieg in (hoffentlich naher) Zukunft mitbeeinflussen können? Ich habe momentan so das ungute Gefühl, dass viele glauben, dass die Welt gerettet ist, wenn Deutschlands 20 Meiler (vielleicht in 20 Jahren) vom Netz sind. Wie wollen wir z.B. England und Frankreich oder Tschechien beeinflussen, wenn wir die internationalen Fäden vorschnell durchtrennen.
Beispiel:
Egal wie man zu den militärischen Einsätzen in Libyen steht
aber es würde vermutlich niemand auf die Idee kommen deswegen
aus der UN auszutreten. Im Gegenteil: Engagement in den entsprechenden Gremien ist gefordert.
Ist das ncht im Falle Euratom genauso?
was meint ihr?
Grüße Didier
Nun, da sich nun langsam die großen Energieversorgungsunternehmen vom Atomstrom und deren wunderbare Einnahmequelle verabschieden müssen, will wohl die Schwarz-Gelbe Regierung auf Kuschelkurs gehen. Das wundert mich gar nicht. Ich kann Herrn Suttner somit nur zustimmen, dass dieses Vorhaben mehr als zweifelhaft sogar "fatal" ist.