04.11.2011

Erinnern Sie sich noch…?

Reinhard Retzer
Reinhard Retzer

…. an Georg von Waldenfels, Finanzminister a. D.? Als Stoibers „Chef-Privatisierer“ hockte er sich 1995 in einen weichen Vorstandssessel des VIAG-Konzerns.  

…oder an Otto Wiesheu, Verkehrsminister a. D.? 2005 wechselte er vom bayerischen Kabinett in den Vorstand der Deutschen Bahn AG. Verantwortlich für das Ressort Wirtschaft und Politik.  

…oder an Werner Schnappauf,  Umweltminister a. D.? 2007 wechselte er besonders dreist die Fronten und wurde Hauptgeschäftsführer des BDI (Bundesverband der Industrie).  

„Finanzminister a. D. in spe“ Georg Fahrenschon bildet nun ein neues und sicher nicht das letzte Glied einer Reihe von Regierungspolitikern, die die Ernennungsurkunde zum Ministeramt lediglich als Eintrittskarte in den Club der Reichen und Mächtigen zu benutzen scheinen.    

Demokratie „a. D.“ ? Zeit, dass die Bürger die Demokratie „in Betrieb“ nehmen!

Kategorie: Demokratie

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Seite 1

Gabriela Schimmer-Göresz schrieb am 05.11.2011 16:50 answer

Die Frage ist, wie lange wir uns das noch gefallen lassen. Nehmen wir mal die Omnipotenz der Regierungsmitglieder. Man könnte fast nach Hannes Wader singen ... "Heute hier morgen dort, bin kaum da, muss ich fort ..." Vom Umweltressort an die Spitze des Finanzministeriums z.B. oder, wie beschrieben, outgesourct in irgendein führendes Wirtschaftsunternehmen. Man könnte vor Neid erblassen und frägt sich, wie geht das eigentlich? Da grassierte vor Jahren innerhalb der CSU (keine böse Unterstellung des politischen Gegners) das geflügelte Wort: "Wie steigert man blöd? Blöd - blöder - Söder. Das muss man jetzt wohl umformulieren in: "Blöd - blöder - Finanzminister." Hurra!

udo schrieb am 04.11.2011 23:56 answer

...oder frau scheel von den grünen, die immer als finanz- und wirtschaftskoriphäe behandelt wurde...und jetzt auch in die "freie (???) wirtschaft" gewechselt ist...

Rene schrieb am 04.11.2011 19:50 answer

Wie wahr, wie wahr.

Da werden (gerne auch mehrere) Nebentätigkeit(en) bereits während des Parlamentmandats angenommen, weil die Politiker angeblich Praxisfachwissen dadurch erlangen, trotzdem müssen zusätzlich Millionen jedes Jahr für Berater ausgegeben werden.

Wir leben schon immer in einer verlogenen Welt. Die Frage ist aber, wie weit man das Spiel treiben kann.

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