18.03.2011

Eine “Zäsur“

sei die Katastrophe in Japan, sagt die Kanzlerin. Wohl wahr!. Es fragt sich nur, wie man diesen Einschnitt interpretiert. Die überfällige Neuausrichtung der Energiepolitik reicht nicht. Wir müssen insgesamt aufhören, maßlose Ansprüche an die Biosphäre zu stellen. Der Wachstumswahn hat uns das Atomrisiko gebracht. Der Wachstumswahn ließ uns Kumpanei mit Diktatoren wie Gaddafi pflegen. Der Wachstumswahn führt zu Kriegen um Öl und zerstört die Regenwälder. Der Wachstumswahn raubt uns die Zeit für menschliche Beziehungen, weil wir dem Gelderwerb und der Ökonomie absolute Priorität einräumen. Die Zäsur muss deshalb tiefer gehen. Das zeitweilige Abschalten von 7 AKW reicht nicht. Wir brauchen politische Entscheidungen für ein Wohlstandsmodell ohne materielle Wachstumszwänge: Zum Beispiel bessere Bildung und würdige Pflege statt noch mehr Beton und Asphalt.

Kategorie: Klima / Umwelt , Energie / Verkehr

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Seite 1

Rene schrieb am 18.03.2011 21:30 answer

"...und wenn die ganze Welt zusammenbricht", erst dann gibt es anscheinend eine "Zäsur". Tschernobyl? Atomwerkbetreiber mit reinem Gewinnstreben und x-Störfällen? Ein Atommüll, für den keiner Verantwortung tragen kann und will für die nächsten x-10.000 Jahre? Eine Informationspolitik seitens den Betreibern und der Politik, dass es einem graust? Das alles ist kein Grund für eine "Zäsur". Das alles ist harmlos und vernachlässigbar, solange es um ein paar Milliarden hier, jetzt und sofort für die eigene Tasche geht.

Deshalb schlage ich vor, dass die ganze Bundestags-Meute, von den Grünen, SPD, über CDU/CSU und FDP nach Japan fährt und sich mindestens 12 Stunden neben die kaputten Reaktoren stellt. Denn:

1. Fahren die Abgeordneten doch permanent gerne in der ganze Welt auf Steuerkosten herum, um sich angeblich zu "informieren". Da frage ich mich, warum jetzt keiner von Ihnen in Japan ist zu Informationszwecken? MdB Stephan Mayer (CSU für den Ldkr. AÖ/MÜ) sollte z.B. statt nach Marokko im Rahmen einer Bürgerreise Ende April, jetzt lieber nach Japan fliegen.

Und 2. Hätten wir dann vielleicht Glück, und die Hälfte käme verstrahlt zurück und wir dürften diese in Gorleben "zwischen-endlagern". Dann könnten Wissenschaftler endlich unter reellen Bedingungen forschen, wie sich die Verstrahlung bei menschlichen Kadavern im Verwesungsprozess verhält. Und der Bürger wäre die verlogene Brut endlich los. Außerdem hätte die ganze Bundesregierung ihren Amtseid dadurch erfüllt:" ...zum Wohle des deutschen Volkes...Schaden vom deutschen Volke abzuwenden..."

Stellt sich nur noch die Frage, wie man eine nachrückende Brut gleicher Culeur verhindert? Genau, man wählt ÖDP!

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