28.01.2011
Die Dreistigkeit,
mit der die Atomkraftkonzerne und die schwarz-gelbe Regierung in einem Pakt die AKW-Gefahrzeiten verlängert haben, empört viele Menschen. Genauso ärgerlich ist, dass mehrere Banken das von uns angelegte Geld den Atomkonzernen zur Verfügung stellen: an der Spitze die Deutsche Bank, aber auch die Commerzbank, die Hypovereinsbank, die BayernLB und die Postbank. Doch es gibt auch Geldinstitute, die nichts mit Atomkonzernen zu tun haben, aufgelistet von der Initiative Urgewald e.V.: www.urgewald.de.
Ich esse bio und bin an einer Windkraftanlage beteiligt, warum sollte ich dann mein Geld einer radioaktiven Bank geben. Zeigen wir Herrn Ackermann und seinen Kollegen ein Victory-Zeichen der Anti-Atomkraftbewegung!


Vorhandene Kommentare
Seite 1
In meinen Augen stellt sich die Frage entweder Politik- oder Kontowechsel nicht. Sowohl ein Kontowechsel mit oben angegebenen Motiven als auch ein Politikwechsel sind "Not-" wendig. Ein Wechsel der Bank in Verbindung mit einem Stromanbieterwechsel - von vielen Menschen ausgeführt - gemeinsam mit zahlreichen anderen kleinen Gewohnheitsänderungen des Alltags, hin zu einem bewussteren Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen ist der Einstieg in einen Politikwechsel.
Der Verbraucher hat die Macht, im Grunde richtig. Doch leider gilt dies manachmal auch nur begrenzt. Denn die wirtschaftlichen Verknüpfungen zwischen Banken und Atomstromkonzernen sind ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, verglichen zu den Summen, welcher der Staat diese Betreiber subventioniert. Mal ganz davon abgesehen, dass vieles in der Wirtschaft auch immer indirekt verflechtet ist. Daher stelle ich die Zahlen von www.urgewald.de als nur eine sehr grobe Schätzung zur Disposition. Ob eine Bank denen Kredite gibt oder nicht, ist nicht das ausschlaggebende Kriterium, ob es Atomkraftwerke gibt oder nicht. Im Grunde sind sich viele, ich würde sogar meinen die meisten Menschen selbst am nächsten, und wenn eine der Banken bessere Konditionen bietet, wird die Masse nicht die Bank wechseln. Sie, Herr Mangold, sind ja sicherlich auch nicht an einer Windkraftanlage beteiligt, nur weil es umweltschonender als Atomkraft ist, sondern weil es mittlerweile auch eine sehr gute Rendite ist/ sein kann. Deshalb die Frage an Sie: Würden Sie sich auch bei einer solchen Anlage beteiligen, wenn sie keinerlei, eine negative oder nur einer sehr geringe Rendite von weniger als 2% brächte?
Ein ehrlicher politischer Wechsel ist mir daher lieber und sinnvoller als ein Kontowechsel.